Spannender Start ins Musikjahr

Dere Chor des Städtischen Musikvereins bereitet sich auf sein Konzert vor. Wer noch mitsingen möchte, ist willkommen.
Dere Chor des Städtischen Musikvereins bereitet sich auf sein Konzert vor. Wer noch mitsingen möchte, ist willkommen.
Foto: NRZ
Der Städtische Musikverein bringt den in Wesel konzertierenden Pianisten Wolfgang Manz mit Schülern zusammen. Und der Chor präsentiert Großes und Unbekanntes.

Wesel..  Die veranstaltungsreiche Vorweihnachtszeit ist vorüber, das Neujahrskonzert auch, und nun läutet der Städtische Musikverein das neue Jahr mit verlockenden Ankündigungen ein. Ende Januar ist Wolfgang Manz in Wesel zu Gast, um einen Klavierabend zu geben, aber auch, um sich mit Schülerinnen und Schülern der beiden Gymnasien auszutauschen. Und der Chor des Musikvereins probt fleißig für sein Konzert im Mai, bei dem ein selten gehörter dänischer Komponist zu Ehren kommt und das man, wenn man sich jetzt hinzugesellt, auch als Mitsänger oder -sängerin erleben kann.

Mehr als 50 Klavierkonzerte sowie ein umfassendes Solo- und Kammermusik-Programm von Bach bis zur Moderne umfasst das Repertoire des Pianisten Wolfgang Manz, der seit den 80er Jahren mit renommierten Dirigenten und Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra auftritt und weltweit konzertiert. Deutsche und russische Romantik mit Brahms, Rachmaninov, Tschaikowsky und Mussorgski bestimmt seinen Auftritt am 30. Januar in Wesel.

„Rhapsody in School“

Dass Wolfgang Manz etwas länger hier bleibt, hängt damit zusammen, dass er zu den 240 Künstlerinnen und Künstlern zählt, die im Rahmen des Projekts „Rhapsody in School“ ehrenamtlich Schulen besuchen. Am Konrad-Duden-Gymnasium wird er Oberstufen-Schülerinnen und -Schülern nicht nur Musikstücke vorstellen, sondern auch aus seinem Alltag erzählen und Fragen beantworten. Wer weiß schon, wie ein Musiker, den man im Konzert bewundert, lebt? Was für ihn „Arbeit“ ist, ob er mit einem festen Einkommen planen kann oder auch, ob und wie er mit den Dingen des „banalen Alltags“ zu tun hat. Das Projekt lehrt, dass so eine größere Nähe auch zur klassischen Musik entsteht. Auch Schülerinnen und Schüler des Andreas-Vesalius-Gymnasiums sind zu dem Treffen eingeladen.

Noten frisch gedruckt

Felix Mendelssohn-Bartholdy ist ein Begriff. Auf seinen „Lobgesang“, Sinfoniekantate für Soli, Chor und Orchester, dürfen sich Konzertbesucher freuen. Und auch auf einen, von dem man kaum mehr weiß, als dass er Mendelssohns Zeitgenosse war: Niels Wilhelm Gade, dänischer Komponist und Dirigent. Hans-Günther Bothe, Leiter des Chores des Musikvereins, bringt gerne weitgehend unbekannte Werke zur Aufführung, und so verhält es sich auch beim Konzert am 31. Mai mit Gades Werk „Zion“, das die Geschichte Moses’ und des Volkes Israel beschreibt. So rar sind die Aufführungen, dass die Noten für die rund 60 Weseler Sängerinnen und Sänger ganz neu gedruckt wurden.

Eine spannende Sache, für die Interessierte noch in die Proben einsteigen können (siehe Box).

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