Spannende Einblicke und neue Erkenntnisse

Podiumsdiskussion im Festzelt des Krankenhausparks - Krebs im Alter. Von links: Fritz Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO, Moderator Lüder Wohlenberg, Dr. Wolfram Kalitschke, Pflegedienstleiter Michael Nühlen, Dr. Birgit Zilch-Purucker, Annette Rexrodt-von Fircks und Markus Gehling.
Podiumsdiskussion im Festzelt des Krankenhausparks - Krebs im Alter. Von links: Fritz Elmer von der Selbsthilfegruppe ILCO, Moderator Lüder Wohlenberg, Dr. Wolfram Kalitschke, Pflegedienstleiter Michael Nühlen, Dr. Birgit Zilch-Purucker, Annette Rexrodt-von Fircks und Markus Gehling.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Das Evangelische Krankenhaus präsentierte sich beim Netzwerktag Krebs offen für das Publikum und informierte über viele Aspekte rund um die Krankheit. Vorab gab’s eine Podiumsdiskussion mit Experten

Wesel..  Zunächst eine Podiumsdiskussion mit Ärzten und Betroffenen, dann offene Türen im Operationsbereich und im Strahlenzentrum, dazu weiteres Aktionsprogramm, wie etwa Ernährung und Vorsorge: beim Netzwerktag Krebs präsentierte das Evangelische Krankenhaus Wesel sich offen für das Publikum und informierte über viele Aspekte rund um die Krankheit.

Eigentlich sollte es bei der Podiumsdiskussion im Festzelt im Krankenhauspark um das Thema „Krebs im Alter“ gehen, doch viel mehr wurde es eine Mischung aus Erfahrungsberichten der Betroffenen und ärztlichen Kommentaren.

Dafür standen als Talkgäste der Leiter des onkologischen Zentrums, Dr. Wolfram Kalitschke, die Psychoonkologin Birgit Zilch-Purucker, sowie der Pflegedienstleiter Hans-Michael Nühlen bereit – auf Seite der Betroffenen beteiligten sich Markus Gehling, Fritz Elmer, der mittlerweile eine Selbsthilfegruppe leitet, sowie Anette Rexrodt von Fircks, die über ihre Brustkrebserfahrung schon mehrere Bücher veröffentlicht hat.

Unter der Leitung von Lüder Wohlenberg, der die Diskussion moderierte, behandelten sie Themen, wie das richtige Verhalten bei erkennbaren Symptomen, die Wichtigkeit von Hoffnung und Lebenswillen und die Zeit nach der Therapie mit den Folgen der Behandlung, wie etwa einem künstlichen Darmausgang.

Dabei war Moderator Wohlenberg sichtlich bemüht Fremdworte und „Fachchinesisch“ für das Publikum zu erläutern und animierte auch die Zuhörer, Fragen zu stellen.

Im Operationsbereich erwartete die Zuschauer und Patienten schließlich eine umfassend anschauliche Darstellung einer Darmspiegelung.

Sogar das Abführmittel, mit dem vor dem Eingriff der Darm gespült wird und deshalb bei jeder Darmspiegelung unumgänglich ist, stand als Pröbchen bereit zum Probieren. Allerdings in so geringer Menge, dass keine abführende Wirkung eintreten konnte...

Mit Schaufensterpuppen als Ärzte und einem Dummy als Patient, wurde die Darmspiegelung in einem der Behandlungsräume nachgestellt, dazu lief das Video eines solchen Eingriffs.

In den Nebenräumen standen die Doktoren Carsten Vogel und Paul Wolters vom Enddarmzentrum Niederrhein für Fragen bereit und erklärten ihre Werkzeuge, wie das Koloskop.

Eines der modernsten Geräte

Auch das Strahlenzentrum gewährte Einblicke, die sonst nur Mitarbeiter oder Patienten bekommen. Besonders stolz ist man hier auf den „Beschleuniger“, also das Gerät mit dem die Bestrahlung durchgeführt wird, nachdem mit einem CT der richtige Bereich ausgemacht wurde.

Dieser Beschleuniger gehöre zu den modernsten, die es derzeit gibt, versicherte der leitende Arzt des Strahlenzentrums Maher Qweider und erklärte auch, welche Vorteile das mit sich bringt: „Früher konnte man nur aus wenigen Positionen und mit hoher Dosis bestrahlen. Mit diesem Gerät kann man einmal zirkulär, 360 Grad um den Patienten herumfahren und dabei die ganze Zeit bestrahlen. So werden die Organe von einer viel geringeren Strahlendosis getroffen, es ist also eine viel schonendere Bestrahlung.“