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Sondersitzung zur Schulzukunft

17.05.2011 | 19:25 Uhr

Hamminkeln.Am 1. Juni wird es eine Sondersitzung des Rates mit dem Thema Schulentwicklung geben. Darauf hat sich gestern Nachmittag der interfraktionelle Arbeitskreis geeinigt. An diesem Tag wollen die Politiker entscheiden, ob die Verwaltung die erforderlichen Grundlagen für eine Teilnahme am Modellversuch der Gemeinschaftsschule ermitteln soll. Gibt es eine breite Mehrheit für ein solches Vorgehen, müssen die notwendigen Konzepte entwickelt werden, um im Oktober letztlich den Bewilligungsantrag für den Versuch zu stellen.

Gerade dieser „breite Konsens“, den die Landesregierung unter anderem als eine Bedingung für eine Teilnahme am Modellversuch stellt, muss sich in nächster Zeit erst herausstellen. Während die Ratsfraktionen von SPD, Grünen, FDP und USD bereits ein positives Signal in Richtung Gemeinschaftsschule gegeben hatten, wollte die CDU am Montagabend erst in die Debatte einsteigen. „Die Fraktion hat noch Klärungsbedarf“, gab sich Vorsitzender Wolfgang Hüsken gestern Morgen nach der Sitzung wortkarg. Die CDU werde ihre Beratung über die Schulentwicklung in der kommenden Woche fortsetzen, kündigte er an. Mit dieser Maßgabe wolle man auch in die Sitzung des Arbeitskreises gehen, an der Hüsken selbst übrigens zum ersten Mal teilnahm.

Die Christdemokraten hatten sich am Montag von Dieter Genterzewsky den Modellversuch Gemeinschaftsschule erläutern lassen. Dass es in der Fraktion zwei Lager zur Gemeinschaftsschule gibt, bestätigten Teilnehmer der Sitzung. Die einen folgen der landespolitischen Schiene, die die Verbundschule propagiert. Ein Experte aus Düsseldorf soll kommende Woche diese Schulform noch einmal präsentieren. Die andere Gruppe innerhalb der CDU zeigte sich durch den Vortrag Genterzewskys überzeugt.

Dass es noch viele offene Fragen gibt, bestätigte Bürgermeister Holger Schlierf, der gestern ebenfalls an der Sitzung des Arbeitskreises teilnahm und am Nachmittag das Beratungsergebnis verkündete. Er habe Verständnis dafür, dass die CDU noch Beratungsbedarf habe, äußerte Schlierf am Dienstagmorgen. Doch die Verwaltung benötige angesichts der enormen Vorbereitung einen klaren Auftrag. Schließlich müssten Raumkonzepte für das Schulzen-trum in Hamminkeln und die Hauptschule in Dingden erstellt, pädagogische Konzepte erarbeitet, die Befragung von Lehrern und Schulleitern vorgenommen und die Eltern informiert werden, damit abschließend eine Elternbefragung stattfinden könne. Nicht zu vergessen, die Abstimmung mit den Nachbarkommunen, die ebenfalls noch gehört werden müssen.

Ob dies alles auf den Weg gebracht werden kann, wird die Sondersitzung am 1. Juni, zeigen. Bis dahin wollen sich auch die übrigen Fraktionen weiter über die Gemeinschaftsschule informieren.

Margret Brüring

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