So wird das Rad „frühlingsfit“

Auf dem Deich radelt es sich besonders komfortabel.
Auf dem Deich radelt es sich besonders komfortabel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club bietet schöne Touren in die Natur und gibt Tipps, wie der Drahtesel nach dem Winter gepflegt und gewartet werden sollte.

Wesel..  Mit dem Frühling beginnt auch die Radfahrsaison. Jetzt gilt es, den Drahtesel endlich wieder aus der Garage oder dem Keller holen, schrubben, Reifen aufpumpen und dann kräftig in die Pedalen treten. So lässt sich Wesel und Umgebung besonders gut erkunden – und genießen. Damit der Start in die Radfahrsaison richtig Spaß macht, hat Renate Müller, Ortsgruppensprecherin des ADFC Wesel, einige Tipps auf Lager.

Nach den Wintermonaten sollte vor der ersten Tour der Drahtesel „frühlingsfit“ gemacht werden, rät Renate Müller. „Das Rad am besten mit einem feuchten Tuch oder Schwamm reinigen. Nicht mit einem Hochdruckreiniger“, empfiehlt sie - das könne bei E-Bikes möglicherweise zu Schäden in der Elektronik führen.

Die Kette ihres Fahrrads sollten Radler mit einem speziellen Kettenreiniger säubern und ein wenig mit Kettensprühfett einfetten. Anschließend Lenker und Sattel daraufhin überprüfen, ob alle Schrauben festgezogen sind.

Beim Aufpumpen der Reifen rät Renate Müller dazu, auf die Druck-Angabe des Herstellers zu achten. „Diese befindet sich auf der Reifenflanke“, verrät die leidenschaftliche Radlerin. Wenn dann noch die Beleuchtung und Bremsen überprüft worden sind, kann es losgehen - am besten erst einmal mit einer kleinen Probefahrt. Dabei können Radfahrer dann nämlich noch kontrollieren, ob sich alle Gänge problemlos schalten lassen.

Aus Sicht des ADFC ist es nach einer längeren Ruhepause oder auch für Einsteiger ratsam, mit einer nicht zu langen Strecke zu starten. Wenn diese dann noch ohne große Steigungen und mit genügend Pausen geplant wird, steht einem Frühlingsausflug mit dem Rad eigentlich nichts mehr im Weg.

Weitere Tipps: „Die Trinkflasche, etwas Proviant, ein Fahrrad-Schloss sowie eine winddichte Jacke und ein Regenponcho können gut in einer Satteltasche verstaut werden. Unverzichtbar sind etwas Werkzeug und Flicken oder Ersatzschlauch.“

Es gibt zwar in Deutschland keine Helm-Pflicht, aber man sollte auf den Kopfschutz trotzdem nicht verzichten, raten die ADFC-Experten. Der Helm sollte Stirn, Schläfen und Hinterkopf gut abdecken und etwa alle fünf Jahre erneuert werden.

Radfahren macht Spaß und ist ziemlich gesund, wie Renate Müller weiß. Es stärke hauptsächlich die Beinmuskulatur, aber auch das Herz-Kreislauf-System. „Im Vergleich zum Joggen ist es außerdem gelenkschonend.“ Langfristig gesehen wirke sich behutsames Radfahren auch günstig auf Altersdiabetes aus. Und das alles verbunden mit einem Naturerlebnis und einem tollen Blick über die niederrheinische Landschaft. Eine beliebte Strecke mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten und toller Landschaft sei die nach Bislich zur Fähre, weiß Renate Müller. Dann mit der Fähre „Keer tröch“ über den Rhein und über die Bislicher Insel und die Rheinbrücke zurück nach Wesel.