Skiffle für die gute Sache

Unkonventionelle Instrumente, improvisierte Musik: So macht ein Frühschoppen Spaß.
Unkonventionelle Instrumente, improvisierte Musik: So macht ein Frühschoppen Spaß.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Ali & the Gators füllten den Saal der Gaststätte Alt Peddenberg in Drevenack – ihr Konzert gehört schon fest zum Dorfleben.

Hünxe..  Den Skiffle-Frühschoppen genießen und dabei gutes tun: Das war am Sonntagvormittag in der Gaststätte „Alt-Peddenberg“ möglich, und sehr viele Zuhörer waren dabei. Ali & the Gators präsentierten auf der Bühne amerikanische und englische Titel, aber auch deutsche Volkslieder, doch allesamt im typischen Skiffle-Klang. Der entsteht, wenn unkonventionelle, oft improvisierte Instrumente die klassische Gitarre oder das Banjo begleiten.

„Das ist eine langjährige Tradition“, sagte Dr. Angelika Weber über die Benefizauftritte des Quartetts. Denn Alois Wittges (Waschbrett), Reinhard Weber (Bass), Horst Augustin (Gitarre) und Ewald Hübel an Banjo und Gitarre spielten zugunsten des Bunten Kreises Duisburg und erstmals zudem für den Förderkreis Jugend-Schule-Sport aus Drevenack.

Heimspiel in Drevenack

„Wir haben uns über unsere Kinder kennen gelernt“, beschrieb Angelika Weber die Anfänge. Bei einem Urlaub in den Niederlanden wurde beim gemeinsamen Singen der musikalische Grundstein gelegt, und vor 20 Jahren fiel der Entschluss, die Band zu gründen. Webers Mann Reinhard spielt seitdem am Speisfass-Bass. Er habe ein „gutes Rhythmusgefühl“, lobte seine Frau.

In Drevenack hatten die Herren mit ihrem Auftritt ein Heimspiel, denn die Benefizkonzerte geben sie nur dort, so Weber, und das bereits seit zehn Jahren. Aber Gastspiele führten Ali & the Gators bereits nach Düsseldorf und Moers.

Die lockere Skiffle-Musik der gut gelaunten Herren ließ den durchaus ernsten Benefizgedanken fast in den Hintergrund treten. „Die Familien fallen in ein tiefes Loch“, sagte Weber über die Situation, wenn ein Kind ernsthaft krank sei. Die Kinderärztin, mittlerweile im Ruhestand, ist Vorsitzende des Bunten Kreises, der sich am Niederrhein und im westlichen Ruhrgebiet engagiert.

Vor fast genau 13 Jahren gegründet, kümmern sich die Ehrenamtlichen um die Organisation der Nachversorgung kranker Kinder und helfen damit den Familien. Hier sei „viel Hilfe nötig“, versicherte auch Dr. Sassa von Roehl, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Bunten Kreis. Die direkte Arbeit mit den kleinen Patienten übernehmen aber Hauptamtliche, und das maximal 30 Stunden die Woche und über drei Monate, so Weber.

Es gebe viel Stammpublikum bei den Benefizkonzerten, sagte sie. Auf Eintritt verzichteten die Organisatoren. Stattdessen sollte die Skiffle-Musik, zum Beispiel „Last Train from San Fernando“, die Zuhörer zu möglichst großzügigen Spenden bewegen. Oder zum Kauf der Strickwaren, die die „Flinken Nadeln“, eine Gruppe älterer Frauen aus Duisburg, anbot. Sie fördern den Bunten Kreis.

Gastsängerin Antonette Dugayo

Ali & the Gators hatten am Sonntag noch einen Gast mitgebracht: Antonette Dugayo war als Sängerin dabei. Und da sie auf den Philippinen als Frühchen geboren wurde, habe sie sich beim Bunten Kreis „sofort angenommen gefühlt“, sagte Weber. Von Roehl dazu: „Der Bunte Kreis zieht weitere Kreise.“

Weitere Informationen zu diesem Verein auf der Internetseite www.bunter-kreis-duisburg.de