Shared-Space auf der Raiffeisenstraße?

Hamminkeln..  In den Planungen rund um das Bauprojekt an der Raiffeisenstraße ist einiges in Bewegung. Nach Informationen der NRZ wartet die Stadtverwaltung derzeit auf einen Vorschlag der Investoren für eine Umgestaltung der Straße. Das Stichwort: Shared-Space (miteinander geteilter Raum).

In diesem vor allem in den Niederlanden sehr erfolgreichen Modell teilen sich alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Auto- und Radfahrer - den vorhandenen Raum - inklusive gegenseitiger Rücksichtnahme. Abgeteilte Bürgersteige gibt es nicht, dafür wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Minimaltempo heruntergefahren.

Soweit die Überlegung. Konkret sei noch nichts, sagte Verwaltungsvorstandsmitglied Thomas Dreier gestern im Gespräch mit der NRZ. Derzeit warte man auf den Investoren-Vorschlag, der nach Möglichkeit bereits im kommenden Planungsausschuss am 17. Juni thematisiert werden solle. Stößt das Modell auf Zustimmung, wären auch die Bedenken bezüglich des Bürgersteigs vom Tisch, die besonders Grüne und FDP seit der Vorstellung des Bauprojektes umtreiben. Sowohl Gisela Brick (Grüne) als auch Silke Westerhoff (FDP) hatte nicht gefallen, dass der Bordstein auf Gebäudeseite in Teilen wegfallen soll.

Eine andere Überlegung an der Raiffeisenstraße hätte wiederum Auswirkungen auf die Parkplatzsituation. So soll nach NRZ-Informationen der Rewe-Markt um rund 300 Quadratmeter wachsen. Ein Teil der Parkplätze direkt vor der Tür würde dann aller Voraussicht nach wegfallen. Rewe hält sich indes zurück. Solange nichts unterschrieben sei, werde man auch noch nichts sagen, so Rewe-Standortentwickler Peter Gumprich gestern.