Schule in Hamminkeln soll verkauft werden

Die leerstehende Grundschule soll
Die leerstehende Grundschule soll
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Stadtverwaltung möchte die Grundschule Ringenberg und das Nachbargrundstück vermarkten. Kindergarten und Turnhalle sollen erhalten bleiben.

Hamminkeln..  Nach langer Überlegung, was aus dem ehemaligen Grundschulstandort in Ringenberg werden soll, hat sich die Stadtverwaltung nun dazu entschieden, das gesamte Objekt zu verkaufen. Allerdings soll Wert darauf gelegt werden, dass der Schlosskindergarten bestehen und die Turnhalle weiterhin im Eigentum der Stadt bleibt. Einen Kahlschlag soll es also nicht geben. Dafür schlägt die Verwaltung vor, das östlich ans Schulgelände grenzende Grundstück in die Vermarktung einzubeziehen, um dort den Weg frei für Wohnbebauung zu machen.

Einen konkreten Kaufpreis soll es nicht geben. Damit, so die Stadt, wolle man sicherstellen, dass „nicht ausschließlich ein maximaler Erlös“, sondern auch das beste Konzept - unter Einbeziehung des Kindergartens - im Vordergrund stehe. Das Exposé für potenzielle Interessenten hat die Stadt bereits erstellt und wird dem Betriebsausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 10. Juni, einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen.

Grundstück ist Diskussionspunkt

Das städtische Vorgehen dürfte zumindest in Teilen ganz im Sinne der Dorfgemeinschaft Ringenberg sein. Der Zusammenschluss hatte sich bereits kurz nach der Schließung der Grundschule im Sommer vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, den Standort frei für neue Wohnbebauung zu machen und so junge Familien in den Ortsteil zu locken. Allerdings schlug ihnen schnell Widerstand derer entgegen, die unmittelbar an der Grünfläche wohnen, die jetzt gemeinsam mit der Schule vermarktet werden soll. Sie bezogen sich auf eine Zusage der Stadt, nach der dieses Grundstück unbebaut bleiben sollte.