Schnelles Netz nicht überall

Wesel..  Bis Ende 2017 will die Deutsche Telekom im Weseler Stadtgebiet das Internet schneller machen. Bislich, Flüren, Büderich und Ginderich sollen davon ausgenommen werden, weil es für das Unternehmen unwirtschaftlich sei, sagte dessen Mitarbeiter Frank Neiling während der gestrigen Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses. Die Politiker fragten vor allem nach möglichen Lösungen für die ausgesparten Bereiche.

Die grauen Verteilerschränke in der Stadt sollen in den Bereichen mit der Telefonvorwahl 0281 mit neuer Technik ausgerüstet und an Glasfaser-Leitungen angebunden werden, um über die bestehende Kupferverkabelung eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit zu erreichen. „Das Netz ist offen, Kunden müssen sich vorher nicht anmelden“, so der Referent zu den Vorteilen der Nutzer. Erst Mitte oder Ende nächsten Jahres werde man exakt sagen können, welche Straßen von dem Ausbau erfasst würden.

Ein neuer Router, der das Mobilfunknetz mit einschließt, könne eine Lösung für die Bereiche sein, die beim Ausbau nicht mit einbezogen werden.

Sie sei verwundert, dass Telekom die Entwicklungen in Büderich nicht im Blick habe, sagte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und sprach damit das neue Gewerbegebiet und das Projekt Tank & Rast an. Dort gebe es sicherlich interessierte Kunden. Diesen Aspekt und die aus den Reihen der Politik gemachte Anregung einer Anbindung an das in Menzelen-Ost verlegte Glasfaserkabel will Telekom prüfen.

Für Flüren könnte das Angebot von Unitymedia eine Lösung sein. Für das Unternehmen warb Reinhard Winter mit „Highspeed-Technologie auch für den ländlichen Raum“ sowie Download-Geschwindigkeiten bis zu 200 MBit und mehr über das TV-Kabelnetz und Coax-Glasfaser-Technologie. Mehr als 25 800 Weseler Haushalte könnten erreicht werden.

„In Obrighoven und anderen Gewerbe-Lagen werden die Probleme durch den Telekom-Ausbau behoben“, sagte Anne Janssen von der Entwicklungsagentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel. Die Agentur werde mit den Wirtschaftsförderern der Kreiskommunen nach Lösungsmöglichkeiten für die nicht abgedeckten Bereiche suchen. Das werde schwierig, und auch die Einbeziehung öffentlicher Fördermittel werde dafür nicht ausreichen. Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung wie in Dingden sollten mit angedacht werden.