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Karneval

Schlümpfe beim Schlopi-Lauf

12.01.2016 | 06:00 Uhr
Schlümpfe beim Schlopi-Lauf
Jetzt aber schnell. Bei diesem Schubkarren-Rennen ging es den Narren um das Grünschnitt-Problem.Foto: Markus Joosten

Schermbeck.   Am Karnevalssonntag startet wieder das Schermbecker Schubkarren-Rennen. Lokale Themen im Visier.

Nur alle vier Jahre organisiert die Schermbecker Kolpingsfamilie das Schubkarren-Rennen, den „Schlopi-Lauf“. Am Karnevalssonntag, 7. Februar, werden dazu 20 Teams mit selbst gebauten Karren und bei gutem Wetter mehrere tausend Zuschauer erwartet. Einige der rund 150 Teilnehmer und der Vorstand trafen sich jetzt bei Nappenfeld zu einem letzten Vorbereitungstreffen für diesen Karnevalszug der besonderen Art.

Zum 17. Mal organisiert die Kolpingsfamilie die Gaudi, das erste Rennen gab’s 1924. Der Verlauf der Strecke sei immer gleich geblieben, sagte Vorsitzende Christa Hülsdünker. Der Zugweg führt über Abschnitte von Schloß- und Erler Straße, über die Brunnenstraße sowie an St. Ludgerus vorbei.

„Die Vorbereitungen haben vor einem Dreivierteljahr begonnen“, erklärte Guido Hessbrüggen vom Organisationsteam. Pünktlich um 14.01 Uhr soll die erste Karre am Karnevalssonntag starten. Zuvor treffen sich die Teilnehmer ab 12.30 Uhr auf dem Parkplatz der Gesamtschule, um sich dort in der Reihenfolge der Startnummern aufzustellen. Denn vor dem Rennen gibt es eine weitere Tradition: Das närrische Volk besucht die Bewohner des Marienheims („Sie freuen sich sehr darauf“), um sich danach mit einem kurzen Umzug an den Startort auf der Schloßstraße zu begeben.

Drei Wettbewerbe haben die Teams zu bestehen: Die Schnelligkeits- und die Hindernisrunde sowie den Contest um die schönste Karre und die am besten kostümierte Gruppe. Als Jury hat die Kolpingsfamilie drei amtierende Schützenköniginnen gewonnen, erklärte Hülsdünker. Diese Aufgabe übernehmen Ute Halbsguth (Kiliangilde Schermbeck), Nadine Fasselt (Kiliangilde Altschermbeck) und Johanna Schulze von den Fähnchenschützen aus Buschhausen. Als Preise sind unter anderem ein Fass Bier und ein Grillabend an der Begegnungsstätte Widau versprochen.

Jede Gruppe hat ein Motto

Ob Schlümpfe, Saufköppe, die beiden teilnehmenden Kegelclubs, die Feuerwehr oder der MGV Eintracht: Die Zuschauer dürfen gespannt sein, welche oft örtlichen Themen sich die Gruppen für ihre Karren ausgesucht haben. Zudem soll jede Gruppe ein eigenes Motto präsentieren.

„Das klappt immer gut“, blicken die Organisatoren zuversichtlich auf das Spektakel, das wieder Engelbert Bikowski moderieren wird. Neben den 150 Teilnehmern des Rennens werden bis zu 300 Helfer der Kolpingsfamilie im Einsatz sein. Sie schenken unter anderem Getränke aus und sorgen für die Sicherheit an der Strecke und für einen möglichst problemlosen Ablauf. Da es keinen Eintritt für den Spaß gibt, muss die Kolpingsfamilie ihre Kosten durch den Getränkeverkauf decken. Daher Hessbrüggens dringender Appell: Die Teams sollen „keine eigenen Versorgungspunkte“ aufbauen. Denn: „Das ist keine Veranstaltung, die nichts kostet.“ Hülsdünker ergänzt: „Es ist ein großer Aufwand.“

Erstmals wird es während des Rennens im Zelt auf dem Parkplatz an der Schloßstraße Kaffee und Kuchen geben. Die Blaskapelle Einklang sorgt für Musik - für die abendliche Party im Zelt ist ein DJ verpflichtet. Aber um 22 Uhr müssen die Narren auf dem Parkplatz Feierabend machen, danach wird es in den Kneipen im Dorf sicher noch weitergehen.

Andreas Rentel

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2016-01-12 06:00
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