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Schermbeck hat viel zu bieten

07.01.2016 | 07:00 Uhr
Schermbeck hat viel zu bieten
Birgit Lensing will vermarkten, was sie kennt. Sie ist eine gebürtige Schermbeckerin. Foto: Niklas Preuten

Schermbeck.   Birgit Lensing ist Tourismusfachfrau im Rathaus – sie will den Ort nach vorn bringen

„Ich fange klein an“, sagt Birgit Lensing. Die Schermbeckerin ist seit Jahresbeginn neue Tourismusfachwirtin bei der Gemeinde. Wie berichtet, hatte Bürgermeister Mike Rexforth die Stelle ausgeschrieben, um die Kommune im Bereich Tourismus besser aufzustellen. Die dafür nötigen Voraussetzungen bringt Birgit Lensing mit.

Nach dem Abitur am Weseler Andreas-Vesalius-Gymnasium hat die gebürtige Schermbeckerin eine zweijährige Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau gemacht. Bei einem Reiseveranstalter folgte ein Jahr in Oberhausen und Wesel. „Dort habe ich Mexiko und Tunesien gemacht“, erinnert sich die heute 47-Jährige, die zwei erwachsene Töchter hat. In der Zeit habe sie festgestellt, dass sie diese Arbeit nicht auf Dauer machen wollte. „Ich möchte die Dinge verkaufen, die ich kenne.“ Diesem Grundsatz will sie auch in Schermbeck folgen. In der Nachbargemeinde Raesfeld ist es ihr geglückt, diesen Ansatz zu realisieren.

Am 1. Juli 1990 hat Birgit Lensing im dortigen Rathaus angefangen, blieb 15 Jahre und wechselte dann ins Naturparkhaus in der Nähe des Schlosses. In den Jahren 2005 und 2006 absolvierte sie ein Fernstudium zur Tourismusfachwirtin. Die Prüfung legte sie mit Erfolg an der Industrie- und Handelskammer in Essen ab.

„Noch mal etwas aufbauen“, eine neue Aufgabe haben, das habe sie zum Wechsel nach Schermbeck motiviert. Und: „Heimatort ist super“, ergänzt sie. Der Weg ins Rathaus ist gut mit dem Fahrrad machbar. „Ich bin aus dem Wald in den Ortskern umgezogen“, so beschreibt sie lachend ihren Wechsel des Arbeitsplatzes. Denn das Naturparkhaus, in dem die Tourist-Info untergebracht ist, steht direkt am Rand des Raesfelder Tiergartens, ein größeres Waldgebiet.

„Ich fange nicht ganz bei Null an“, erklärt sie den Einstieg. Ihre Kontakte aus Raesfeld möchte sie nutzen, um touristisch über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus zu arbeiten. Denn Schermbeck wie Raesfeld liegen beide mitten im Naturpark Hohe Mark. „Alle Betriebe, die touristisch interessant sind“ möchte Lensing besuchen, um die Anbieter persönlich kennenzulernen. Das sei sinnvoll, weil viele Reisende immer speziellere Angebote wünschten, die sich so einfacher umsetzen lassen. Mit Vereinen, Verbänden und Arbeitskreisen will sie Kontakte knüpfen und pflegen.

„Schermbeck ist ein Kurzreiseziel“, stellt sie klar. Aber als Schnittstelle zwischen Ruhrgebiet, Niederrhein und Westmünsterland habe die Gemeinde bei Tagestouristen großes Potenzial. Erste Erfolge beim Blick über Grenzen gibt es bereits: So hat es das überregional bekannte Fest „Schermbeck genießen“ inzwischen in den Münsterland-Kalender geschafft. Ein erster Schritt.

Mittelfristig wünscht sich Lensing eine ebenerdige und begehbare Tourist-Info im Schermbecker Rathaus. Den Weg in ihr neues Büro im ersten Obergeschoss müsse der Gast erst finden. Zudem möchte sie gerne mehr Prospekte und Informationsmaterial anbieten.

Aber die ersten Tage im Rathaus sind mit Organisatorischem gefüllt: die neuen Kollegen kennenlernen, den PC samt der E-Mail-Kontakte sowie das Büro einrichten und ganz viel drumherum erledigen. Von einem ist die neue Tourismusfachwirtin bereits jetzt überzeugt: Schermbeck sei in dem Bereich „gut aufgestellt. Wir können eine Menge anbieten.“ Zum Beispiel auf der Lippe – beim Thema Tourismus auf dem Wasser muss Raesfeld nämlich weitgehend passen.

Andreas Rentel

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2016-01-07 07:00
Nachrichten aus Wesel, Hamminkeln und Schermbeck