Schatzsuche im Hünxer Bachtal

Foto: WAZ FotoPool

Hünxe (N51°37.534 E006° 46.864). Das Kind im Manne? Längst geweckt. Denn es geht auf Schatzsuche! „Rund ums Hünxer Bachtal“ heißt ein sogenannter „Cache“. Beim „Geocaching“ geht es darum, mit Hilfe eines Navigationsgerätes (GPS) eine bestimmte Stelle zu finden, an der entweder ein Hinweis auf die nächste Koordinate oder ein Schatz versteckt ist (s. Artikel unten). Geocaching macht Spaß und ist einfach ein gutes Mittel, Kindern die Bewegung in der Natur schmackhaft zu machen. Diesmal aber bin ich alleine unterwegs, der Cache „Rund ums Hünxer Bachtal“ startet am Parkplatz Wilhelmstraße/ Lanter gegenüber dem ehemaligen Gasthaus zur Landwehr.

Mit dabei habe ich die Beschreibung der Schatzsuche aus dem Internet, Stift, Block und Proviant. Und ein Smartphone mit GPS, das mittlerweile mein Navigationsgerät ersetzt. Auf dem Handy habe ich eine Geocaching-App installiert, in die ich nun die Koordinaten der ersten Station eingebe. Sicher führt mich das Handy in die Richtung, wo ich die Koordinaten für die zweiten Station finden soll. So geht es dann weiter, bis an Station zwölf ein Schatz versteckt ist. Aber so weit bin ich längst noch nicht, suche erstmal ganz schön lange nach dem Hinweis Nummer eins. Wo hat der Owner (so heißt der Mensch, der die Schatzsuche ausgearbeitet hat) den nur versteckt? In der Beschreibung steht als Tipp eine Baumart. Nach längerem Suchen werde ich fündig, entdecke ein Metallplättchen mit den Koordinaten für Station zwei, die ich schnell ins Smartphone eingebe. Und weiter geht’s. Die Suche wird teilweise dadurch erschwert, dass die Satelliten-Navigation besonders im belaubten Wald nicht immer ganz genau ist. Abweichungen von zwei oder drei Metern sind möglich. Und Sie wissen ja, wie viele Bäume in einem Wald im Umkreis von zwei oder drei Metern stehen können...

Genauer darf die Beschreibung hier nicht werden, denn Geocaching ist auch Geheimnis-Krämerei. Um Hinweise und Schätze vor Vandalismus und Plünderung zu schützen, werden Fundorte und Koordinaten nicht verraten. Auch achten Geocacher beim Heben eines Schatzes darauf, nicht von anderen beobachtet zu werden.

Heute kein Problem: Bis auf ein Frauchen mit Hund treffe ich niemanden. Dafür geht es kreuz und quer durch die wunderbare Landschaft, im Naturschutzgebiet natürlich immer auf den Wegen. Als ich nach fünf Stunden und sieben Kilometern den Schatz hebe, bin ich doppelt glücklich: Ich habe einen Schatz und eine tolle Runde gefunden.