Ruhe in der Fußgängerzone

Nur wenige mussten dem privaten Schneepflug ausweichen...
Nur wenige mussten dem privaten Schneepflug ausweichen...
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Eigentlich gilt er als „fünfter Adventssamstag“, doch in Wesel blieb der erwartete Andrang aus. Auch das Weihnachtsgeschäft war eher durchwachsen: Einzelhändler litten unter Wetter und Internethandel.

Wesel..  Zwischen Weihnachten und Silvester herrscht in den Geschäften traditionell reger Betrieb. Gutscheine werden eingelöst, Weihnachtsgeld ausgegeben und Geschenke umgetauscht: Die zweite Phase des Weihnachtsgeschäfts für den Einzelhandel läuft an. Doch am Samstag war davon in der Weseler Innenstadt nur wenig zu spüren.

Aufgrund des starken Schneefalls fanden nur wenige den Weg in die Stadt. So zum Beispiel Juliane Noll, die zwangsläufig nach einem neuen Weihnachtsgeschenk für ihre Schwiegermutter Ausschau halten musste. Denn eigentlich lagen unter dem Weihnachtsbaum Karten für ein Konzert von Udo Jürgens, die durch dessen plötzlichen Tod verfallen. Doch Juliane Noll hat bereits ein neues Geschenk gefunden.

Durchwachsene Geschäfte

Ihre Wahl fiel auf ein schwarzes Tuch mit silbernen Elementen. Auch Bianca Michels hat sich zusammen mit ihrem Lebenspartner in die Stadt begeben. „Ich habe zu Weihnachten ein Armband bekommen, das mir aber leider zu groß ist“, erzählt sie. Daher schaut sich die Xantenerin nun nach einem neuen Schmuckstück um, das sie eintauschen kann.

Sabine Ochtrop, die Leiterin der Weseler Mensing-Filiale, zeigte sich am Samstag allerdings überrascht über die geringe Anzahl von Reklamationen. „Die Welle der Umtäusche ist bei uns ausgeblieben“, berichtete Ochtrop. Das sei einerseits natürlich auf die Wettersituation zurückzuführen. „Andererseits zeigt es aber auch, dass die Leute mittlerweile sehr bedacht aussuchen und sich wesentlich mehr mit der Wahl ihrer Geschenke beschäftigen.“ Dieser Trend sei schon in den letzten Jahren zu beobachten gewesen.

Philippe Tenhaeff, Betreiber des gleichnamigen Bettwarengeschäftes und Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wesel, zog am Samstagnachmittag eine eher negative Bilanz. „Der Umsatz hielt sich heute in Grenzen“, so Tenhaeff. Auch das Weihnachtsgeschäft bei den Weseler Händlern sei dieses Jahr eher „durchwachsen“ gewesen.

Verhältnismäßig warme Temperaturen, viele stürmische und regnerische Tage und die steigende Zahl der Internetbestellungen haben dem Einzelhandel zugesetzt. Doch in den nächsten Tagen erwarten die Weseler Geschäftsinhaber noch einmal viele Einkaufswillige.