Rhythmus, der ins Blut geht – früher wie heute

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Wesel..  Es war eine Ankündigung, die einiges erwarten ließ: „The World Famous Glenn Miller Orchestra“ gastierte am Freitagabend im Städtischen Bühnenhaus. Bei so einem klangvollen Namen waren die Erwartungen im voll besetzten Haus entsprechend groß. Los ging es mit dem Klassiker „Moonlight Serenade“. Ein stimmungsvoller Evergreen, der das Publikum mit seinen schmelzigen Saxophonpassagen sofort in die richtige Stimmung versetzte. „American Patrol“, „Little Brown Jug“ und „Chattanooga Choo Choo“ waren nur einige weitere bekannte Glenn-Miller-Höhepunkte.

Zum Programm gehörten aber nicht nur Stücke von Glenn Miller, sondern auch die anderer großer Solisten und Orchester – im Englischen „Big Bands“ genannt. Benny Goodman, George Gershwin oder auch das Count Basie Orchestra sind nur einige der bekannteren Namen. Sängerin Ellen Bliek ließ ihre klare Stimme immer wieder erklingen, so in „Yes, My Darling Daughter“, einem wenig bekannten Stück von Glenn Miller oder „Sentimental Journey“, bekannt in der Vertonung mit Doris Day. Im Telefonsong „Pennsylvania 6-5000“ von Glenn Miller überzeugten außerdem Orchesterleiter Wil Salden und weitere Orchestermitglieder mit Gesangseinlagen.

Ein Genuss auch das Schlagzeugsolo von Klaas Balijon im Ohrwurm-Klassiker „Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodman. Überzeugen konnte das gesamte „World Famous Glenn Miller Orchestra“ nicht nur mit Witz und Charme, sondern auch mit jeder Menge musikalischem Talent, welches sie in vielfältigen Soli-Einlagen immer wieder bewiesen.

„Wenn man diese Musik hört, vergisst man die Schmerzen im Knie“, schwärmte Waltraud van Balveren. So wie ihr ging es fast dem gesamten Publikum. Keine Stuhlreihe, in der nicht Füße wippten, Finger schnippten oder Lippen ein „Ach ja“ murmelten. Die Glenn-Miller-Musik versetzt zurück in frühere Zeiten: satter Swing, heißer Jazz und ein Rhythmus, der ins Blut geht – früher wie heute.

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