Reizvoller Rad- und Gehweg an der Lippemündung

Hier geht’s demnächst mit Blick auf Lippebrücke und Lippeschlößchen lang. Doch die so genannte wassergebundene Decke ist noch nicht fertig. Der Weg wird künftig dem um den Auesee ähneln, sagt Rudolf Koß von der Firma Hülskens.
Hier geht’s demnächst mit Blick auf Lippebrücke und Lippeschlößchen lang. Doch die so genannte wassergebundene Decke ist noch nicht fertig. Der Weg wird künftig dem um den Auesee ähneln, sagt Rudolf Koß von der Firma Hülskens.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Die Weseler Firma Hülskens möchte das neue Angebot über drei Kilometer durch den Lippemündungsraum in etwa drei Monaten eröffnen. Die Arbeiten dafür sind in vollem Gange

Wesel..  Im Norden geht es siebeneinhalb Kilometer rund um den Auesee, im Süden voraussichtlich ab September auf einem noch längeren Weg rund um und durch den Lippemündungsraum. Die Firma Hüls­kens ist seit drei Wochen dabei den Rad- und Gehweg herzurichten, der zu einem Großteil auf den alten Fahrstrecken der Abraumfahrzeuge verlaufen wird. Drei Kilometer lang ist die Trasse, angefangen am Hundeplatz unterhalb der Rheinbrücke bis hin zur Emmelsumer Straße am Ölhafen.

Die Schotterschicht ist weitgehend schon da, jetzt folgt ein gebrochener Sand. Beides muss sich dann miteinander verbinden, so dass auch Regen nötig ist. Dabei kommt die momentane Trockenheit den Hülskens-Mitarbeitern sehr entgegen. Schließlich arbeiten sie mit schwerem Gerät, mit dem sie sonst leicht Flurschäden verursachen würden. Zwei von ihnen koffern gerade einen Bereich bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern und einer Breite von drei Metern aus, um ihn anschließend mit dem Schotter und dem Feinsand zu verfüllen.

Von dieser Stelle aus bietet sich eine besonders schöne Aussicht auf Rhein- und Lippebrücke. Zuvor geht es parallel zur Einfahrt in den Ölhafen und zum Rhein. Jetzt stört noch ein Maschendrahtzaun, doch bis zur Freigabe des neuen Weges, wird er verschwunden sein. Überhaupt eröffnet das Gebiet ganz neue Einblicke in die Landschaft, etwa auf das Restaurant Lippeschlößchen und das Grün des Lippeglacis, hinter dem sich zahlreiche Firmen verbergen. Mit dem Bau der Südumgehung wird sich das Areal dann allerdings ein weiteres Mal verändern.

Die Natur hat sich den Bereich, in dem jahrelang Bagger und Laster aktiv waren, schon zu großen Teilen zurück erobert. Zarte Weidentriebe machen sich breit, Kamille blüht, Gräser sprießen. Kormorane haben sich ebenso angesiedelt wie Reiher und Gänse. Vögel kann man hier viele beobachten, „unterschiedlich je nach Jahreszeit“, sagt Hülskens-Geschäftsführer Dr. Rudolf Koß. Sein Unternehmen hat in den zurückliegenden Jahren 124 Hektar Lippemündung gestaltet, plus 30 Hektar erhöhte Fläche, eben der Bereich, auf dem der Weg verläuft. Er ist weitgehend hochwasserfrei, um ihn vor größeren Schäden zu schützen.

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