Reeser rast mit 198 km/h über die Landstraße
20.10.2009 | 16:52 Uhr 2009-10-20T16:52:00+0200
Kreis Wesel. Fast könnte man ihn für einen Testfahrer halten, der dabei allerdings die Bundesstraße 8 und die Landstraße 480 mit einer Rennstrecke verwechselte: Ein Motorradfahrer aus Rees tauchte in der neuesten Geschwindigkeitsstatistik der Polizei auf. Sein (Spitzen-)Wert: 198 km/h.
Ein Motorradfahrer aus Rees, der mit bis zu 198 Stundenkilometern über die B 8 und die L 480 raste, muss drei Monate auf seinen Führerschein verzichten. Zudem muss der Mann ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro berappen. Ob er noch mit weiteren Sanktionen rechnen muss, ist derzeit offen. Der 44-Jährige war der Polizei bereits im April als Raser aufgefallen.
Mehrere "Wiederholungstäter"
Damals wurde er auf der L 1 in Hünxe mit einer Geschwindigkeitsübertretung von 58 km/h aktenkundig. Zu seiner Rechtfertigung habe er in beiden Fällen angegeben, dass er ansonsten nur Rennstrecken fahre und lediglich etwas ausprobieren wollte, so die Polizei. Die beschrieb den aktuellen Vorfall vom Samstag so: Gegen 16.55 Uhr sei einem Beamten ein „sportlicher Kradfahrer” auf der B 8 aufgefallen, der dann an der Kreuzung in Diersfordt Richtung Hamminkeln abbog, sich hinter die Verkleidung des Motorrades duckte und maximal beschleunigte.
Ebenfalls „Wiederholungstäter” ist ein 35-jähriger Dinslakener, der zum zweiten Mal auf der Neuen Hünxer Straße in Wesel erwischt wurde. Am vergangenen Samstag fuhr er dort 130 km/h, obwohl nur 70 erlaubt sind. Im Februar war er „nur” 42 km/h zu schnell gewesen.
Bei 144 Stundenkilometern dicht aufgefahren
Ein Fahrverbot wird auch gegen einen 21-jährigen Autofahrer aus Steinfurt erlassen. Er hatte am Samstag auf der Autobahn 31 bei Schermbeck einen zu geringen Abstand zu seinem Vordermann eingehalten. Bei einer Geschwindigkeit von 144 km/h sei sein Wagen nur 13,6 Meter vom vor ihm fahrenden Pkw entfernt gewesen, so die Polizei nach ihren Messungen.
09:51
Lasst sie doch fahren - wir brauchen solche Fahrer als Organspender- wenn sie nur sich selbst gefährdeten!
(Ironie aus)
20:00
Hirn ab zum Gebet!
14:03
@ rapid + Holzauge12:
Da fühle ich mich ja direkt angesprochen ;-) (Sie können ruhig offen sagen, wenn Sie sich auf mich beziehen - hier ist doch so was wie Meinungsfreiheit), aber ich kann Ihnen ehrlich versichern, dass ich nicht alle in einen Topf werfe und auch kein Feindbild gegenüber Euch Motorradfahrern habe (und auch kein naives Bild von den Leistungen vieler PKW-Fahrer).
Was mich nur wundert: Das habe ich in meinem ersten Kommentar ja aber auch gar nicht behauptet. Nirgendwo steht alle oder alle ab soundsoviel PS oder „nur Motorradfahrer“.
Im Gegenteil: Ich schrieb ja extra von meinem verantwortungsvollen Schwager und von der Tatsache, dass ich mich auch auf ner Mofa umbringen kann, und dass meinte ich auch so.
Was da aber sehr wohl steht, und das ist auch in der Tat mein Feinbild, dass es meiner Meinung nach KFZ (alle sind gemeint) mit Fahrleistungen gibt, die absurd sind und die vor allem in der Hand von nicht 100%ig charakterstarken Menschen ganz leicht zur gefährlichen Waffe oder zumindest zum nicht beherrschbaren Werkzeug werden. Kurz: Die Dinger (alle derartigen KFZ!) verführen durch absurde technische Möglichkeiten den uns allen innewohnenden Schweinehund zu unverantwortlichem, übertriebenem und emotionalem Handeln – mit entstehender reeller körperlicher Gefahr! Und da hört der Spaß an der eigenen Freiheit doch schon vorher im (vernünftigen) Kopf auf, oder? Und Hand aufs Herz: Diskussionsteilnehmer ausgenommen – wer ist schon immer 100% mental auf Scheibe, wer ist nicht manchmal unvernünftig, wer hat nicht schon mal übertrieben?? Kurz: Wer ist kein normaler Mensch?
Was ich sagte und jetzt wieder sage: Wir sind Menschen, wir machen Fehler, und wir müssen (und können: das ist ja der Vorteil am Menschsein!!) uns vernünftigerweise vorher überlegen, ob wir Werkzeuge in die Hand nehmen, die unser Fehlerpotential durch ihre technischen Eigenschaften verzigfachen oder ob wir, und wenn es nur im eigenen egoistischen Interesse liegt, und selbst in aller Freiheit beherrschen und die Gefahr für uns und andere wenigstens verringern. Das ist doch nur vernünftig, oder? Hat doch nix mit Spaßbremse zu tun, oder?
Ja, es ist Einschränkung von Freiheit, oh ja - aber von welcher Art von Freiheit? Von einer unverzichtbaren Freiheit? Bisschen Polemik jetzt mal: Was ist wichtiger: Verringerung (!) von reellen Gefahren für sich und andere – oder die Freiheit, potentiell 270 fahren zu können? Was muss ich: Leben oder fahren? Was ist wichtiger: So sicher und nett wie möglich (ja doch, es bleibt immer ein Risiko!) ankommen oder potentiell überdurchschnittlich rasen können (ja doch, nicht alle, aber manche und jeder von uns ist ein schwacher Mensch)? Sorry – aber das ist doch der Punkt, oder? Ganz im Ernst gefragt, das.
Und na klar geht freiwillige Selbstbeherrschung innerhalb einer geordneten Gesellschaft letztendlich nur über Gesetz, Kontrolle und auch Sanktion, na klar führt das zu Regelungen, zu Polizei, zu Kontrollen an der Straße, zu Strafen, zu Frust.
Ja, aber was denn sonst? Welche Alternative haben wir: Freiheit für alle und alles? Anscheinend nicht, denn: Wenn es um Kriminalität geht, sind wir auch alle froh, dass es verbindliche Gesetze gibt, Polizei, Verfolgung, Strafe usw. Da akzeptieren wir als Gesamtgesellschaft doch auch eine freiwillige, verbindliche Selbstbeherrschung mit allen Konsequenzen. Und wir rufen (viele zumindest) doch auch nach staatlicher Beschränkung von z. B. unternehmerischer Willkür: Keiner will von seinem Chef behandelt und missbraucht werden wie im Manchester-Kapitalismus, und na klar gibt es immer noch viele, die hier ihre unternehmerische Freiheit eingeschränkt sehen, durch freiwillige, gesamtgesellschaftliche und verbindliche Reglementierung, die mit ehrlicher Inbrunst nach „Freiheit“ rufen, aber was ist die Alternative: Wieder alles freigeben, alle Regeln wieder abschaffen? Und damit breite Bevölkerungsteile wieder in rechtliche und wirtschaftliche Unsicherheit stürzen?
Usw. usf.
Entschuldigung, aber an alle Freunde von unterdurchschnittlich verbreiteten, dafür aber potentiell (!) überdurchschnittlich allgemeingefährlichen Hobbies und Liebschaften: Hört doch bitte auf, so zu jammern, wenn der größere Teil der Gesellschaft mal fragt, ob es nicht insgesamt vernünftiger wäre, sich insgesamt freiwillig selbst zu beherrschen, auf ein frei zu diskutierendes Maß. Genau hinlesen: Nicht die Hobbies sind übel, schon gar nicht die Ausübenden, auch nicht der emotionale Spaß daran: Aber übel finde ich persönlich das Nölen und Jammern, wenn mal erwogen (!) wird, die Freiheit zugunsten der Sicherheit – ja doch- der großen Masse einzuschränken. Ich finde es sogar sehr unfair, dann auf die Bürgerrechts- und Freiheitspauke zu hauen und genau so unfair, weil egoistisch, das Totschlag-Argument von „ich bin nicht so, also wäre es insgesamt unfair“ zu bringen. Manchmal ist das Leben eben hart, manchmal muss man die Buxe runterlassen, manchmal muss man zu Gunsten der Anderen zurückstecken. Oder komme ich mit meinem Hobby auf die Welt? Leben muss ich und sterben irgendwann, aber ich muss nicht dies und jenes behalten, was ich mir als Hobby zwischendurch im Leben anlache. Was will ich denn machen, wenn ich mal einfach zu alt für mein Hobby bin: Wieder rumnölen, diesmal am Schicksal? Oder vielleicht mal Realitäten zu akzeptieren versuchen und Dinge loslassen, die mal schön waren, die aber vielleicht sich auch mal als Irrweg erweisen? Man nennt das „soziales Verhalten“ und „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Selbstbeherrschung“ und „sich selbst die innere Freiheit bewahren“, und man bringt es schon den Kindern bei, wenn man klug ist.
17:16
Soll nicht heissen,daß ich unfehlbar bin.Bin dieses Jahr auch schon mit dem Bike geblitzt worden.Mit,nach Abzug der Toleranz,56 km/h!Hat mich satte 15 €uro gekostet.Angemessen?
16:56
Wenn es aber einen von euren Lieben getroffen hat,dann ist das Gejammer gross!Dann heisst es:Der Unfallverursacher war ja auch zu schnell.
Übrigens,auch ich fahre Motorrad,bis heute ca. 130.000 km,Punkte und Unfallfrei.Und das nicht,weil ich das Glück hatte,nicht erwischt zu werden,sondern weil ich verantwortungsbewusst fahre.So einfach ist das.
16:39
#26
Ihren Gedanken kann man voll zustimmen, es geht den Beschränkten und den Beschränkern um zwanghaften Regulierungsaktivismus und Bevormundung. Das sieht man in der Düsseldorfer Fußgänger/Radfahrer/Inliner Kontroverse doch auch, da fehlt dann auch nur noch die Radarfalle für Radfahrer, um das Verkehrs- Narrentum der Spießer mit Herzblut, weiter zu entblöden.
13:03
Da haben sie aber schön aufgepasst. Bringt das eine Beförderung?
12:16
Früher hatte mein Vater nach einer Anhalteaktion bei einer Geschwindigkeitüberschreitung in einer BAB-Baustelle den Grünbefrackten befragt:
Sie sind mit derselben Geschwindigkeit hinter mir hergefahren und sehen doch, das diese Geschwindigkeit ohne weiteres in diesem Fahrbahnabschnitt in diesem Moment ohne Schwierigkeiten und ohne Gefährdungsmomente möglich ist. Es wäre auch noch einiges schneller gegangen. Und warum wollen Sie jetzt mein Geld, wenn Sie es selber tun? In dem Moment fand explizit keine weitergehende Gefährdung statt; wofür also eine Bestrafung?
... und wenn ein Junge (obwohl ihm verboten!) auf die Herdplatte packt und sich nicht die Finger verbrennt..., sollten wir ihn dafür bestrafen ?!?
Ich persönlich habe etwas gegen dieses System der Bestrafung auf Verdacht der Geschehens-Möglichkeit ....!
Zieht doch lieber denen die Ohren lang, die etwas getan haben und nicht denen, wo es hätte möglich sein können ..!!
Unsere Verwaltungs-Grufties versenken jährlich 30 Millarden aus dem Steuersäckel in unnütze Projekte (Thema STEUERVERSCHWENDUNG; siehe auch Bund der Steuerzahler); und für diese Taten gibt es keinen BESTRAFUNGSPARAGRAPHEN ! Nur dem kleinen Bürger, dem wird alles bis zur Erzwingungshaft wg. Parkverbot aufgehalst !
Welch ein UNRECHTS-DECKUNGS-VERGEHEN, das sich der Staat gegen den Sinn, für den Bürger zu agieren, herausnimmt !
Unterschrift: ein Motorradfahrer (160.000 km Unfallfrei)
11:59
von Glaubenix
Deine Intelligenz erkennt man an den Beleidigungen die Du schreibst.und der Neid wird es wohl sein das Du kein Motorrad hast,oder sogar keinen Führerschein !! Dummheit ist Trumpf !!!!!
11:39
ca. 8.000 - 10.000 km mit dem Motorrad pro Jahr