Radweg-Experte Hüsken
02.04.2010 | 18:47 Uhr 2010-04-02T18:47:00+0200
Am Niederrhein.Der Durchbruch beim Thema Betuwe-Linie war nicht einmal 24 Stunden geschafft, da machte sich Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper auf, die Region an Rhein und Lippe zu besuchen. Er folgte damit der Einladung seines Parlamentarier-Kollegen Wolfgang Hüsken, der dem Minister einen detaillierten Einblick in seinen Wahlkreis zwischen Wesel und Voerde gab. Nach den Stationen an der Weseler Rheinbrücke, dem Bahnhof der Kreisstadt und Hüskens Heimatdorf Brünen traf sich das Gespann im Landhotel Voshövel mit CDU-Parteikollegen zum Brunch und Informationsaustausch.
Minister Lienenkämper brannte das Thema Betuwe noch immer unter den Nägeln, hatte der Chef des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla mit Bahnchef Rüdiger Grube am Morgen das erste Infocenter in Emmerich eröffnet. „Uns ist der wesentliche Durchbruch gelungen“, freute sich Lienenkämper und dankte ausdrücklich den beiden Protagonisten. Als Sprecher der Kommunen teilte Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf die Begeisterung über den Vorstoß der Landesregierung und Bundesbahn. „Wir waren nie so weit wie jetzt. Dass die Kommunen derart entlastet werden, sei ein Privileg für diese Region und einmalig in der Bundesrepublik. Heinzgerd Schott, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Wesel, betonte, dass durch die Beschlüsse nicht nur die Infrastruktur, sondern auch Sicherheit und Lebensqualität in den Blick gerückt seien.
Mit einem anderen Anliegen konfrontierten die Mitglieder der Schermbecker CDU Minister Lutz Lienenkämper. So stellten die Ratsmitglieder Antonius Jansen und Volker Schulte-Bunert ihre Vorschläge zu zwei Radwegen im Schermbecker Gemeinde-Gebiet vor. Direkte Hilfe hatte Lienenkämper weniger zu bieten, als hilfreiche Tipps zur Vorgehensweise, um die Fahrradwege an der L1 und L104 verwirklichen zu können. „Da müssen Sie Ihre Kollegen beim Regionalverband Ruhr bearbeiten, sie im Sommer auf eine Fahrradtour einladen und so versuchen, das Thema auf der Prioritätenliste hochzustufen.“
Hoffnung auf eine Teil-Realisierung eines Bürgerradweges machten Lienenkämper und Wolfgang Hüsken. „Der Kollege Hüsken ist bei uns im Ministerium bereits bekannt für seine innovativen Finanzierungsmodelle für Radwege“, bekannte der Verkehrsminister und spielte dabei auf den Bürgerradweg in Wertherbruch an. „Da hat er einen klugen Weg gefunden.“
Einen Tipp hatte Lutz Lienenkämper auch für die Brüner Ortsumgehung parat. „In der heutigen Zeit würde ich die Umgehung nicht durch ein Naturschutzgebiet planen.“
09:49
Vielleicht kann der Radweg-Experte Hüsken sich dann auch mal Gedanken machen über Radwege von seinem Wohnort Brünen in den Richtungen Drevenack und Raesfeld.
Warum in die Ferne schweifen............