Radeln auf dem Großen Markt als Probelauf

Wenn kein Markttag ist, gibt es hier viel Platz für alle. Demnächst auch offiziell für Radler - allerdings zunächst nur im Probelauf.
Wenn kein Markttag ist, gibt es hier viel Platz für alle. Demnächst auch offiziell für Radler - allerdings zunächst nur im Probelauf.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die fahrradfreundliche Stadt Wesel macht ihrem Namen alle Ehre. Jetzt soll auch in einigen fußläufigen Bereichen das Radeln erlaubt werden.

Wesel..  Eigentlich ignorieren ohnehin schon die meisten, dass der Große Markt für Fußgänger reserviert ist und fahren mit dem Fahrrad quer drüber, wenn nicht gerade Wochenmarkt ist. Denn der kopfsteingepflasterte Platz lädt geradezu dazu ein, obwohl dieser Bereich genau genommen eine „reine Fußverkehrsfläche“ ist. Dasselbe gilt für das Areal „Auf dem Dudel“. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragte deshalb, beides für den Radverkehr freizugeben. Die Mitglieder des Ausschusses für Bürgerservice, Sicherheit und Verkehr stimmten dem jetzt zu, zunächst allerdings erst als Probelauf. Spricht anschließend nichts dagegen, soll die endgültige Umwidmung der Flächen erfolgen.

Anders sieht es im Dorotheenpark in der Feldmark aus. Für Radler gibt es hier noch kein grünes Licht. Zunächst soll vor Ort geprüft werden, ob dies möglich ist. Das gilt im Übrigen auch für weitere Flächen in der Stadt. Die Fußgängerzone gehört allerdings nicht dazu.

Ferner wird – ebenfalls auf Antrag der Grünen – die Radwegbenutzungspflicht an der Hamminkelner Landstraße im Bereich des Berufskollegs gegenüber der Friedrich-Geselschap-Straße, auf der Brüner Landstraße gegenüber der Birkenstraße sowie auf der Weseler Straße zwischen der Abzweigung von der neuen Zufahrt zur Umgehungsstraße bis zum Stahlsweg in den nächsten Tagen aufgehoben.

Wildes Plakatieren

Auch das unbefugte Plakatieren von öffentlichen Flächen war Thema. Werden widerrechtlich angebrachte Plakate festgestellt, erhält der Verursacher eine 24-stündige Frist zur Beseitigung. Sollte es zur Wiederholung kommen, wird ein Verfahren eingeleitet, der städtische Betrieb ASG (Abfall, Straßen, Grünflächen) übernimmt dann die kostenpflichtige Abnahme der Plakate. Zudem regte Ausschussvorsitzender Wolfgang Spychalski (SPD) an, den Bürgern auf der Weseler Internetseite eine Möglichkeit zu geben, etwaige Fälle sofort melden. Ähnlich läuft es auf der ASG-Homepage. Dort können Mitteilungen über Dreckecken gemacht werden.

Die Wirtschaftsförderung bietet Gewerbetreibenden eine Hinweisbeschilderung an, um ein ungeordnetes Bild in der Stadt zu vermeiden. Darüber hinaus soll interessierten Firmen eine Beschilderung an der Erschließungsstraße des jeweiligen Gewerbegrundstücks ermöglicht werden.