Politiker befassen sich mit Feuerwehr-Zukunft

Hamminkeln..  Über Situation und Zukunft der Feuerwehr beraten die Politiker des Feuerschutzausschusses am Mittwoch ab 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Im vergangenen Mai hatte die Wehr eine Präsentation unter dem Titel „Fit für die Zukunft“ vorgestellt, mit der sich die Stadtverwaltung auseinandergesetzt hat. Darauf ist Feuerwehr-Chef Konrad Deckers nun in schriftlicher Form eingegangen. Unter anderem beklagt er interne Kommunikationsmängel und schlägt die Einrichtung einer Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit vor.

Die Arbeitsgruppe soll dem Vorschlag zufolge aus Feuerwehrangehörigen und „Externen“ gebildet werden. Sie soll unter anderem prüfen, ob die an Firmen auszugebende Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“ des Feuerwehrverbandes ein geeignetes Mittel ist, unter Arbeitgebern für die Feuerwehr zu werben.

Zum Thema mehr Anerkennung für die Leistungen der Feuerwehrangehörigen sei zu prüfen, ob Vergütungssysteme, wie in anderen Städten, die Motivation erhöhen können. Möglicherweise seien andere „Gesten der Anerkennung“ wie eine von Politik und Verwaltung organisiertes Fest besser.

Künftig, so Deckers in der Stellungnahme zur hohen Austritt-Quote neu gewonnener Mitglieder, müsse „jeder Austritt hinterfragt werden, damit man die Gründe kennt und gegensteuern kann“. Das könne durch die Entlastung von Aufgaben und Schaffung von Anreizen geschehen. In gleicher Form sei auf die ständig „sinkende Bereitschaft zur Übernahme verantwortlicher Positionen durch befähigte Personen“ zu reagieren.

Für ein einheitliches und funktionales äußeres Erscheinungsbild der Wehrleute wurde ein Kleiderkonzept entwickelt. Die Konzepte der Standort-Ausbildung müssten vereinheitlicht werden, so der Feuerwehr-Chef. Vor dem Hintergrund des einzuführenden Digitalfunks soll ein Funkkonzept erarbeitet werden. Auch eine Leitlinie für Beschaffung soll erstellt werden.

Die Feuerwehr stimmt mit der Verwaltung darin überein, dass die Entgeltersatzleistungen die tatsächlichen Personalkosten nicht ausgleichen und insofern nicht mehr zeitgemäß sind. Hierzu fordert sie eine „Einflussnahme der politisch Verantwortlichen“.

Der Haushaltsplan der Stadt Hamminkeln sieht für 2015 Ausgaben für die Feuerwehr von 192 000 Euro vor: für ein neues Fahrzeug für den Löschzug Dingden und für Feuerwehr-Geräte jeweils 40 000 Euro, für Bekleidung 32 000, für die Digitalfunk-Einführung 70 000 und für den Bau von Löschwasserentnahmestellen 10 000 Euro.