Passanten verhindern Absturz von Dingdener Storchennest

Hamminkeln..  Aufmerksame Passanten haben am frühen Montagabend höchstwahrscheinlich dafür gesorgt, dass die Storchenpopulation in der Dingdener Heide nicht weiter zurückgeht. Matthias Bussen und Ernst Klöcker von der Biologischen Station hielten auf der Kanzel in der Dingdener Heide nach seltenen Vögeln Ausschau, als ihnen Spaziergänger mitteilten, dass das Storchennest ganz schräg auf dem Mast hängt. Tatsächlich war das Storchennest ganz schief. Was dazu geführt habe, wisse man nicht, Stürme oder Unwetter habe es schließlich nicht gegeben. Die Biologische Station vermutet, dass es schlicht ergreifend Materialermüdung gewesen ist.

Matthias Bussen und Ernst Klöcker suchten den Boden ab und fanden fünf unversehrte und noch warme Eier, die Ernst Klöcker quasi in Känguru-Manier unter Pullover und Jacke trug und dann zurück ins Nest legte.

Schnell wurde Hilfe organisiert, um den Horst provisorisch so herzurichten, dass das Storchenpaar weiter brüten kann. Thomas Flinks und Manfred Anklam kamen hinzu und konnten das Nest mit Holz in eine weitgehend waagerechte Position bringen und so fixieren, dass es wenigstens über den Sommer kommt. Danach muss das Nest allerdings komplett neu errichtet werden, um in den kommenden Jahren als sicherer Brutplatz für die Weißstörche zu dienen.