Parteienverbund für Bernd Romanski

Von links: SPD-Bürgermeisterkandidat Bernd Romanski mit Armin Marth (Ortsverbandsvorsitzender der FDP), Helmut Wisniewski (Fraktionsvorsitzender der USD) und Bruno Lipkowsky (Stadtverbandsvorsitzender der SPD).
Von links: SPD-Bürgermeisterkandidat Bernd Romanski mit Armin Marth (Ortsverbandsvorsitzender der FDP), Helmut Wisniewski (Fraktionsvorsitzender der USD) und Bruno Lipkowsky (Stadtverbandsvorsitzender der SPD).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
SPD-Bürgermeisterkandidat tritt auf einer gemeinsamen Liste von SPD, FDP und USD zur Wahl in Hamminkeln an. Parteiübergreifendes Wahlkampfteam.

Hamminkeln..  Die Zustimmungsraten für ihren Bürgermeisterkandidaten ließen die Partei- und Fraktionsvorsitzenden von SPD, USD und FDP gestern im Hotel „Zum Hasen Hein“ ziemlich zuversichtlich an der Kaffeetafel sitzen. Jeweils 100 Prozent habe Bernd Romanski bei allen drei Delegiertenversammlungen geholt, sagte Hamminkelns SPD-Chef Bruno Lipkowsky stolz. So eindeutig die Ergebnisse, so einmütig saßen die Vertreter an der Seite des Kandidaten und zeigten sich als sozialdemokratisch-liberalen Verbund. Ein bislang seltenes Bild, das ab sofort regelmäßig zu sehen sein wird. Denn Bernd Romanski wird auf einer gemeinsamen Liste von SPD, FDP und USD zur Bürgermeisterwahl antreten.

„Die Parteien am Tisch bilden jetzt eine Einheit“, kündigte SPD-Wahlkampfleiter Michael Möllenbeck an, „und so machen wir auch gemeinsam Wahlkampf.“ Ein parteiübergreifendes Wahlkampfteam, bestehend aus Möllenbeck, Armin Marth (FDP) und Dieter Stiller (USD), soll dazu die Grundlagen schaffen, bei den eigenen Anhängern die Werbetrommel für Bernd Romanski rühren und möglichst viele Wähler mobilisieren. Eine Internetseite (www.berndromanski.de) und ein Facebook-Auftritt wurden bereits eingerichtet.

Sach-, nicht parteibezogen

Der SPD-Kandidat machte deutlich, dass es bei der Wahl auf jede Stimme ankommen werde. Darum sei diese Wählergemeinschaft sinnvoll. Besonders vor dem Hintergrund, dass die Grünen entschlossen hätten, sich für keinen der beiden Kandidaten zu entscheiden. Den Stimmenanteil der Grünen bezifferte Romanski auf rund 1700.

Ein weiteres Fragezeichen: die Wahlbeteiligung. Zu viele Unwägbarkeiten, findet der Bürgermeister-Anwärter. Deshalb werde er auch keine Prognose bezüglich der Wähleranteile wagen. „Ich bin nur gespannt auf den 13. September.“

Vermutungen, dass die breite Unterstützung mit politischen Zugeständnissen im Falle des Wahlerfolges verbunden sein könnte, wischten sowohl die Parteivertreter als auch Bernd Romanski selbst vom Tisch. Nach den Kandidatengesprächen sei man einfach zu dem Ergebnis gekommen, dass Romanski der bessere Kandidat sei, sagten USD-Fraktionschef Helmut Wisniewski und FDP-Ortsverbandsvorsitzender Armin Marth gleichermaßen. Ein gemeinsamer Kandidat bedeute nicht grundsätzlich, „dass wir uns auf ganzer politischer Linie einig sind“, sagte Helmut Wisniewski.

Doch die bisherige Ausrichtung scheint zu stimmen. Was auch daran liegt, dass Bernd Romanski fortwährend betont, sach- und nicht parteibezogen arbeiten zu wollen. Und an Sachthemen mangelt es ihm nicht. Unter den Begriffen Haushalt, Wohnsituation, Schule/Jugend, Verkehr, Energie, Flüchtlinge sowie Organisation und Sicherheit zählte er all jene Punkte auf, die er angehen möchte. Es gehe um die Frage,was das Beste für die Stadt sei, so Romanski, darum wolle er auch nicht den „Versprecher-Onkel“ spielen. „Ich möchte das versprechen, was ich auch halten kann.“

„Jetzt den Wechsel wählen“ - unter diesen Slogan haben SPD, FDP und USD ihren Wahlkampf für Bernd Romanski gestellt. Gleichzeitig betont der SPD-Kandidat, dass sowohl die Verwaltung als auch Bürgermeister Holger Schlierf „einen guten Job“ machten. Romanskis Programm gibt es im Internet unter www.berndromanski.de