Das aktuelle Wetter Wesel 12°C
Verkehr

Parkplatz statt Marktplatz

03.11.2010 | 22:00 Uhr
Parkplatz statt Marktplatz
Hier wird ab März 2011 der Kanal saniert und die Straße erneuert. Dazu muss die Friedenstraße abschnittweise gesperrt werden. Die Bauzeit beträgt bis zu zwei Jahre. Foto: Johann Ridder / WAZ FotoPool

Wesel.Der Marktplatz an der Pastor-Schmitz-Straße in Obrighoven soll umgewidmet werden, damit dort künftig Parkplätze entstehen können. Rund 40 Autos sollen hier zwischen 8 und 18 Uhr abgestellt werden dürfen - so will es die SPD-Fraktion (die NRZ berichtete). Die CDU hätte dem im gestrigen Fachausschuss zugestimmt, wenn hier eine Bewirtschaftung des neuen Parkraums erfolgen würde. So votierte sie dagegen.

Für Peter Tebbe (SPD) ist die Sache klar: „Die Anwohner betrachten diesen Platz als ihren verlängerten Vorgarten.“ Dabei hätten sich die Gewerbetreibenden für die Öffnung des Marktplatzes ausgesprochen, auf dem zuvor nichts stattgefunden habe und jetzt gar nichts mehr stattfinde. Birgit Nuyken (CDU) stellte sich auf die Seite der Anlieger, die Lärm und einen Treffpunkt für Jugendliche befürchteten. Nun wird sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit dem Thema Umwidmung in eine öffentliche Verkehrsfläche beschäftigen.

Fahrbahnverengungen
im Blumenviertel

Wenn der Baumarkt an der Hagerstownstraße öffnet, soll auf den umliegenden Wohnstraßen dem Schleichverkehr ein Riegel vorgeschoben werden. Ein Probelauf mit Baken ist auf der Rosenstraße ge­plant. Sie sollen eine breitere Verkehrsinsel simulieren. Be­währt sich die Lösung, kommen Bäume hinzu, und die Linksabbiegespur Richtung B58 fällt weg. Kosten: 29 000 Euro. Provisorisch ist dagegen die Lösung auf der Blumenstraße, da sie später komplett ausgebaut wird. Für 3000 Euro sind Bäume und Pflanzkübel als Fahrbahnverengung an einer Stelle geplant. 45 000 Euro würden die vorgesehenen Veränderungen auf der Straße Am Friedenshof kosten. Hier wird aber noch nach einer preiswerteren Möglichkeit gesucht.

Mit zwei großen Baustellen in der City wird das Frühjahr beginnen. Zum einen stehen Kanal- und Fahrbahnerneuerung auf der Friedenstraße an (zwischen Halterner Straße und Kreisverkehr Kurt-Kräcker-Straße/An de Tent), zum anderen wird auf der Abelstraße zwischen Franziska-Anneke-Weg und Keramagstraße ein neuer Kanal gelegt sowie zwischen Breiter Weg/Trappstraße/Caspar-Baur-Straße und Keramagstraße die Fahrbahn erneuert.

Bis zu zwei
Jahre Bauzeit

Beide Baumaßnahmen sollen - je nach Witterung - im März beginnen und mit abschnittweisen Vollsperrungen verbunden sein. Während für die Abelstraße mit einem Jahr Bauzeit zu rechnen ist, sind es bei der Friedenstraße bis zu zwei Jahre, kündigte Dezernent Klaus Schütz an.

Petra Herzog

Facebook
 
Kommentare
05.11.2010
16:50
Parkplatz statt Marktplatz
von Poulver | #2

Wesel ist eben eine Provinsstadt.Parken in Wesel ist ein Risiko.Gestern war ein schönes
Konzert im Willi Brodi Dom (Marshall u,Alexander)
Der Dom war voll,als die Leute heimwärts wollten
stellten sie fest,daß ihre Pkw`s in der Tiefgarage
eingeschlossen waren.Etwa 30 Leute stanten da.
Nach Anruf mußten sie 30Euro bezahlen und
durften heim. In richtigen Städten sind bei solchen
Veranstaltungen die Tiefgaragen offen und die Leute werden nicht um 30 Euro zusätzlich
erleichtert.

04.11.2010
00:04
Parkplatz statt Marktplatz
von Held der Arbeit | #1

Super Sache!
Da ist der Parkplatz am Bahnhof endlich fertig und dann wird die Zufahrtsstraße teilweise gesperrt. Aber in Wesel wundert mich garnichts mehr.
MfG

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3902260/create

Aktuelle Fotos und Videos
Eselrock
Bildgalerie
Festival
KuBa Festival
Bildgalerie
Kulturbahnhof
Drachenbootregatta
Bildgalerie
Drachebootrennen
Frühlingstreff
Bildgalerie
Dingden
Aus dem Ressort
Neue Schule: CDU will sich nicht festlegen
Schule
Die Ratsfraktion möchte dem Elternwillen nicht vorgreifen. Sekundarschule und Gymnasium sind möglich
SPD-Ratsherr fordert Überwachung
Politik
Für eine durchgängige Aufsicht an der Lippefähre „Quertreiber“ setzt sich SPD-Ratsherr Wilhelm Bußmann in einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ein.