Paganini zwischen Paletten

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Hamminkeln..  Die Premiere im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Da hatte der Rotary Club Lippe Issel erstmals zur klassischen Musik zwischen Mörtel, Dachlatten und Kanalrohren geladen. Und rund 400 Besucher waren zum philharmonischen Konzert des Festivalorchesters der Musiklandschaft Westfalen (MLW) ins Hochregallager des Bauzentrums Borgers gekommen. Dieser Anfangserfolg macht zuversichtlich. Und so haben die Veranstalter für die zweite Auflage des Baumarktkonzertes am 25. Juli insgesamt 450 Karten drucken lassen.

Hochkarätige Musik

Die Rotarier sind sich sicher, dass sie die Karten auch diesmal an die Musikliebhaber bringen werden, und das hat einen Grund, beziehungsweise einen Namen: József Lendvay.

Der ungarische Geigenvirtuose stand bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem jungen, internationalen und hochtalentierten Orchester „m:lw Festival Philharmonie“ auf der Bühne. Dort begeisterte er mit seiner Interpretation des Mendelssohn-Violinkonzertes sowie einer fulminanten Paganini-Zugabe, die in diesem Jahr quasi ihren Höhepunkt erfahren soll. Dann wird sich Lendvay das Konzert für Violine und Orchester Nr.1 D-Dur op. 6 vornehmen. Das Konzert aus Paganinis Feder ist eines der berühmtesten und virtuosesten Werke der Violinliteratur und galt einst als unspielbar. Dass er die Stücke des Teufelsgeigers spielen kann, hat József Lendvay, im vergangenen Jahr Echo-Klassik-Gewinner, schon mehrfach unter Beweis gestellt.

Den zweiten Teil des Konzertes wird das Orchester dann mit Ludwig van Beethovens „Pastorale“ bestreiten, geleitet von Krzysztof Penderecki, dessen Namen die Akademie trägt, aus der sich jeden Sommer die Musiker zusammensetzen, die als Orchester das Sommerfestival „musik:landschaftwestfalen“ spielen. Die „musik:landschaftwestfalen“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, an besonderen Orten klassische Konzerte zu initiieren. Wie im Hochregallager am 25. Juli.