Noch keine konkreten Handlungsansätze
21.10.2009 | 17:44 Uhr 2009-10-21T17:44:00+0200Wesel. Die Schepersfelder leben gern in ihrem Stadtteil. Das wurde, wie schon bei früheren Versammlungen, auch bei der jüngsten Arbeitssitzung des Stadtteilprojektes Schepersfeld unter der Leitung von Neithard Kuhrke deutlich. Ganz glücklich sind sie dennoch nicht.
„Wir haben ein Image-Problem”, sagte Elke Weil, die in dem Stadtteil lebt und arbeitet. Damit sprach sie vielen aus der Seele und entfachte am Dienstagabend in den Räumen des Mehrgenerationenhauses an der Straße Am Birkenfeld eine lebhafte Diskussion.
Woher das negative Image des Schepersfeldes kommt und was dagegen getan werden kann - darüber sind sich die Anwohner nicht so ganz einig. „Das Problem sind die vielen Ausländer, die hier leben”, findet etwa Manfred Müller (CDU). „Die meisten von ihnen haben überhaupt kein Interesse daran, sich zu integrieren.” „Die Stadt Wesel trägt die Schuld, weil sie hier eine so furchtbar enge Bebauung zugelassen hat,” sagte ein anderer Anwohner.
Das Image des Schepersfeldes war auch einer der Aspekte der Studie, die die Hochschule Niederrhein auf der Grundlage einer Befragung für das Stadtteilprojekt gefertigt hatte (die NRZ berichtete). Neithard Kuhrke fasste deren Ergebnisse am Dienstag noch einmal zusammen. Konkrete Ansatzpunkte, wie die Handlungsempfehlungen der Erhebung etwa zu den Themen Netzwerke oder Verkehr umzusetzen seien, gab es bei der Sitzung nicht. Bezüglich Sauberkeit wurde eine erneute Müllsammel-Aktion für das nächste Frühjahr beschlossen.
Entscheidung von Aldi steht noch aus
Auch in der Frage um den geschlossenen Fußgängerweg zu Aldi an der Schermbecker Landstraße sind die Schepersfelder noch nicht weitergekommen. Jürgen Lantermann (CDU) berichtete von einem Schreiben der Bürgermeisterin Ulrike Westkamp an Aldi. In der Antwort habe das Unternehmen angekündigt, erst nach Abschluss der Umbauarbeiten an der Filiale noch einmal über eine mögliche Wiederöffnung des Durchgangs nachzudenken.
In der Frage um das Bushaltestellen-Häuschen an der Quadenweg-Schule ist ebenfalls Abwarten angesagt. Die Schepersfelder wünschen sich ein Glashäuschen statt des bisherigen, regelmäßig beschmierten Betonbaus. Ob ihnen dieser Wunsch erfüllt wird, entscheide sich voraussichtlich nach einer Ausschusssitzung im November, erklärte Neithard Kuhrke.
Um ihren Stadtteil in der Adventszeit stimmungsvoll zu gestalten, stellen sich die Aktiven des Stadtteilprojektes vor, einen großen Weihnachtsbaum zentral – möglicherweise an der Tiergartenstraße – aufzustellen und mit von Kindern gebasteltem Schmuck zu bestücken. Kuhrke wiill beim Bauverein anfragen, ob eine Baumspende möglich ist. Für Beleuchtung sollen Geschäftsleute und Anwohner selbst sorgen.
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