„Noch fehlt die Vorstellungskraft“

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi

Hamminkeln..  Bislang gehen alle noch von Ende Juli aus. Dann soll das Hamminkelner Mehrgenerationenhaus des Vereins In Gemeinschaft leben und wohnen am Niederrhein (InGe) bezugsfähig sein. „Es könnte aber auch der 31. August werden“, sagt Bauherr Volker Marquard.

Der Grund: Das Haus, in dem 15 Wohnungen von 47, 81 und 97 Quadratmetern sowie eine 63 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung mit Terrasse und eine Gemeinschaftswohnung für Gäste im Keller entstehen sollen, wird in Passivbauweise gebaut. Die soll die Nebenkosten auf ein erträgliches Maß drücken. Und das dauere seine Zeit, so Marquard. Zum Beispiel bei den Fenstern. „Die haben eine Dreifachverglasung“, so der Bauherr. Bis die komplett eingesetzt seien, könne es schon mal länger dauern. Beschwören wolle er den angesetzten Termin deshalb nicht.

Derweil suchen InGe-Vorsitzende Beate Schmitz und ihre Mitstreiter weiterhin nach Mietern. Das liege zum einen an der langen Planung, so Rita Nehling-Krüger, die den Bau des InGe-Hauses für die Stadt begleitet. „Die meisten Familien suchen viel kurzfristiger nach Wohnungen.“ Bislang sei noch eine der insgesamt drei 97-Quadratmeter-Wohnungen frei. Zum anderen seien die 47-Quadratmeter-Wohnungen, die das Beratungsbüro „Wohnen im Alter“ empfohlen habe, weniger gefragt als angenommen. Und auch die Dachgeschosswohnung sei noch zu haben.

Anscheinend falle es den Menschen schwer, sich zu verkleinern, besonders auf dem Land, wo viele zuvor in Einfamilienhäusern lebten, so Nehling-Krüger. Und angesichts des wenigen Stauraums - jede Wohnung hat einen Kellerverschlag von vier Quadratmetern Größe - „ist es schon so, dass man sich von manchen Dingen trennen muss“. Volker Marquard ist da zuversichtlicher. Erfahrungsgemäß seien die Menschen entscheidungsfreudig, wenn sie die Wohnungen besichtigen könnten. Derzeit fehle einfach noch die Vorstellungskraft. Die soll aber aller Voraussicht nach Mitte Mai automatisch kommen. Dann sei das Mehrgenerationenhaus zur Besichtigung freigegeben. Und dann, so Marquard, würden auch die kleinsten Wohnungen ihre Mieter finden.

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