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Nie klang der Wilde Westen besser
30.12.2009 | 16:50 Uhr 2009-12-30T16:50:00+0100
Wesel/Tombstone. Wer sagt eigentlich, traditionelle Countrysongs klängen heute verstaubt? Die Weseler Formation „Old County Folks” gehört zu einer der besten Genre-Bands Deutschlands, wurde beim 27. Deutschen Rock & Pop Preis 2009 am 12. Dezember in Wiesbaden gleich zweifach ausgezeichnet.
In den Kategorie „Beste Country-Band” belegten die OCF wie schon im Jahr 2008 den ersten Platz. In der Kategorie „Bestes Country-Album” erzielten die sechs Musiker mit der Neuerscheinung „Tombstone 1881” den zweiten Platz.
Das geht sofort ins Ohr
Klar ist, dass die 1988 gegründeten Old Country Folks mit „Tombstone 1881” ihr Profil in Richtung Konzeptalbum geschärft haben. Zum ersten Mal legen OCF nur Songs aus eigener Feder vor. Schon der erste Titel „Tombstone Ballad“, der die historische Schießerei aus der Zeit des Wilden Westens augenzwinkernd beschreibt, geht sofort ins Ohr. „In den Stücken schwingt immer auch ein bisschen Selbstironie mit”, sagt Sänger Henric Preuten.
Das alles ist frisch, hat Schwung und klingt sehr authentisch mit Bluegrass-Einflüssen und mehrstimmigem Satzgesang . Die aufwendig im Grenzlandstudio Bocholt produzierte CD bleibt dabei im besten Sinne handgemacht. Schließlich beherrschen die sechs Musiker Olaf Hermann, Johannes Lohbeck, Martin Schön, Henric Preuten, Michael Hülshorst und Heinz Hülshorst die ganze Palette des traditionellen Country-Ensembles: Gitarre, Fiddle, Harp, Banjo, Mandoline, Flöte und Akkordeon. Bass und Schlagzeug liefern dazu den Countrybeat.
Das Album bringt sechs neue Titel: Alles echte Oldstyle-Country-Juwelen. Als Bonus Tracks haben die Old Country Folks noch einmal drei eigene Titel der letzten CD „Get Our Music” mit drauf gepackt.
Die musikalische Reise durch den Wüstenstaat Arizona wird zusammengehalten vom Gesang Henric Preutens. Da klingt in jedem Takt Elvis durch. Das ist gut so, ist soulfull und wirklich gut.
www.oldcountryfolks.de
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