Neustart bei der MIT Hamminkeln

Sie wollen den Neuanfang für die MIT wagen: (von links) Wilhelm Kleine-Besten (Beisitzer), Dr. Dieter Wigger (stellv. Vorsitzender, Dr. Ulrich Erens (stellv. Vorsitzender), Horst Neugebauer (Ehrenvorsitzender), Wilhelm Kloppert (Schriftführer), Ulrich Holzer (Beisitzer), Christof Peters (Beisitzer) und Theo Büning (Schatzmeister).
Sie wollen den Neuanfang für die MIT wagen: (von links) Wilhelm Kleine-Besten (Beisitzer), Dr. Dieter Wigger (stellv. Vorsitzender, Dr. Ulrich Erens (stellv. Vorsitzender), Horst Neugebauer (Ehrenvorsitzender), Wilhelm Kloppert (Schriftführer), Ulrich Holzer (Beisitzer), Christof Peters (Beisitzer) und Theo Büning (Schatzmeister).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Mittelstandsvereinigung der CDU befindet sich in der Findungsphase und wählt neuen Vorstand. Vorsitzenden-Posten bleibt unbesetzt. 55 Mitglieder.

Hamminkeln..  Es war zumindest ein kleines Signal nach außen. Mit 51 Mitgliedern war die Mittelstandsvereinigung MIT am vergangenen Mittwochabend in die erste Jahreshauptversammlung nach dem Rücktritt des bis auf eine Person kompletten Vorstands gestartet. Und mit 55 Mitgliedern endete schließlich die Sitzung in der Gaststätte Kamps, die für die ziemlich dezimierte Unternehmergruppe unter dem Dache der CDU auch einer Stunde Null gleichkam.

Noch zeitgemäß?

Diese Zäsur nutzten die 16 anwesenden Mitglieder neben den notwendigen Vorstandswahlen, um sich unter anderem über Sinn und Unsinn einer parteigebundenen Mittelstandsvereinigung zu streiten. Er begrüße eine Neuaufstellung, sagt zum Beispiel ein Mitglied. Er wisse nur nicht, ob dies noch der richtige Weg sei. Momentan mache es ihm jedenfalls keine Freude, in der MIT mitzuarbeiten, die zur CDU und damit zu der Partei gehöre, die die Steuererhöhungen mitgetragen habe.

Daraufhin entbrannte eine Diskussion mit CDU-Fraktionschef Dieter Genterzewsky, CDU-Stadtverbandsvorsitzendem Norbert Neß und MIT- und Ratsmitglied Dieter Wigger, die allesamt die Notwendigkeit der Vereinigung herausstellten und darüber hinaus die Möglichkeit nutzten, um ein weiteres Mal die Gründe für die Steuererhöhungen zu nennen und einige Vorwürfe zu kontern, die Walter Münnich auf der Gründungsversammlung des Vereins Pro Mittelstand erhoben hatte. So sei Münnich nie zu Partei- oder Fraktionssitzungen gekommen, obwohl er immer eingeladen worden sei, sagte Dieter Wigger. Fraktionschef Genterzewsky sagte dazu, Münnich habe ein zweites Gespräch mit ihm abgesagt. Freunde werden diese beiden Vereinigungen anscheinend nicht mehr.

Bei den Neuwahlen merkten die MIT-Mitglieder unterdessen, dass die Besetzung eines neuen Vorstandes kein Selbstläufer werden würde. Ein Vorsitzender fand sich an diesem Abend nicht. So werden zunächst die beiden Stellvertreter Ulrich Erens (als einziges verbliebenes Vorstandsmitglied) und Dieter Wigger die Arbeit übernehmen. Theo Büning wurde zum Schatzmeister gewählt, Wilhelm Kloppert wurde Schriftführer. Die Beisitzer-Posten übernehmen Ulrich Holzer, Christof Peters und Wilhelm Kleine-Besten, der innerhalb der MIT einen Start von Null auf Hundert hingelegt hatte: Er war am selben Abend erst eingetreten.

Bürgermeisterkandidatin Roswitha Bannert-Schlabes nutzte die MIT-Versammlung, um sich einerseits vorzustellen und außerdem einen Mitgliedsantrag auszufüllen. Dazu bekräftigte sie im Falle eines Wahlsieges nochmals ihren Willen zum steten Dialog mit Bürgern und Vereinigungen wie der MIT. Dazu wolle sie daran arbeiten, „die ein oder andere Gewerbefläche in der Stadt dazuzubekommen“, um Anreize für Unternehmen zu schaffen, bei denen sie vor allem mit der Lage werben möchte. Wie bei jedem Produkt, das auf den Markt komme und teurer sei, müsse man die Vorzüge und Besonderheiten herausarbeiten. Im Falle Hamminkelns seien dies unter anderem die Nähe zu A3 und die Bahnstrecken.