Neue Austellung im Städtischen Museum

H.H. Zimmermann
H.H. Zimmermann
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In seinen Werken spielt der Maler H.H. Zimmermann mit der Wahnehmung des Betrachters. Der Künstler, der in Duisburg lebt und arbeitet, stellt eine Auswahl seiner Arbeiten nun im Städtischen Museum Wesel aus.

Wesel..  „Man kommt nicht als Konkreter auf die Welt“, sagt Hans Helmut, genannt H.H. Zimmermann und meint damit als Künstler, dessen Arbeiten auf geometrischen Grundlagen beruhen. „Aber man kommt auf die Welt als jemand, der irgendwie besser zeichnen kann als andere.“

Seine kreative Ader entdeckte der 1942 in Kalkar geborene Maler also schon früh als Kind. Bis er sich selbst und seine ganz persönliche Richtung in der Kunst fand, dauerte es aber noch einige Jahre, er nahm Kurse und Weiterbildungen sowie ein Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin und der Kunstakademie in Düsseldorf in Anspruch.

Ein konkretes Konzept

Sein „konkretes Konzept“ entwickelte H.H. Zimmermann ab 1980. Was hinter diesem Konzept steht, stellt der Künstler ab Sonntag bei einer Ausstellung im Städtischen Museum in der Galerie im Centrum vor.

Geometrische Formen und homogene, farbige Felder bestimmen die Arbeiten des Malers. Geradlinig und präzise – völlig klar und eindeutig auf den ersten Blick. Aber eben nur auf den ersten. Denn wer ein zweites, genaueres Hinsehen wagt, entdeckt viele Feinheiten – ein Spiel mit der Wahrnehmung, das H.H. Zimmermann so fasziniert. Denn dazu, wie sich Winkel und Linien zueinander verhalten, wie Farben im Spiel miteinander wirken, hat jeder Betrachter ganz eigene Assoziationen, ein eigenes räumliches Denken und eine individuelle Wahrnehmung. Auf diese Weise entstehen Szenen im Kopf, Räume und Geschichten.

Wissenschaftlicher Ansatz

Und genau das möchte H.H. Zimmermann mit seinen Arbeiten bewirken. „Ich habe eine wissenschaftliche Einstellung zur Kunst“, erklärt er selbst seinen Ansatz. „Ich untersuche regelrecht, welche Formen- und Farbkonstellationen wie miteinander reagieren.“ So möchte Zimmermann vertraute Formen anders als gewohnt darstellen.