Nachhaltig?

Kooperation AVG-Hülskens. Man reibt sich die Augen und denkt, das kann doch nicht wahr sein. In Ihrem Artikel vom 19. 12. wird sehr einseitig über die Problematik des Kiesabbaus berichtet; und das mit Schülern des AVG, der sogenannten „Junior-Ingenieur-Akademie“, die später die Elite unserer Gesellschaft sein sollen.

Das Wort Nachhaltigkeit wurde vor 300 Jahren in der Forstwirtschaft entwickelt und beinhaltet, dass nicht mehr Holz geschlagen werden darf, als im gleichen Zeitraum nachwächst. Wie inflationär damit heute umgegangen wird, gipfelt darin, dass die Kiesindustrie es jetzt auch benutzt. Gerade unter den fruchtbarsten Böden schlummern die Kiesvorräte.

Will man tatsächlich wie in den letzten Jahrzehnten den Abbau so rasant weiter betreiben und den nachfolgenden Generationen eine Kraterlandschaft hinterlassen, da man kein unbedenkliches Verfüllmaterial zur Verfügung hat, welches das Grundwasser nicht gefährdet?

Schauen Sie sich mal den Niederrhein von oben an - dann erkennt man das Ausmaß der Flächeninanspruchnahme durch die Abgrabungen. Da wir bei uns zur Zeit in einer Epoche leben, wo niemand mehr hungern braucht und fast die Hälfte der Lebensmittel weggeschmissen wird, ist die Erhaltung von wertvollem Kulturboden scheinbare Nebensache.

Die billige Aussage eines Schülervertreters: „Wo sollen wir denn im Sommer hin, wenn wir den Auesee nicht hätten“, ist für mich sehr enttäuschend. Entspricht das dem Bildungsniveau des Gymnasiums?Und über allem schwebt die Schulleiterin und gibt ihren Segen.