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Nach den Bäumen fällt der Startschuss

22.02.2012 | 17:04 Uhr
Nach den Bäumen fällt der Startschuss

Wesel.   Fortsetzung der Neugestaltung der Fußgängerzonen steht bevor

Die Männer kamen früh und im Dunkeln. An der Kreuz- und der Korbmacherstraße legten sie die Säge an. Es wurde laut, und dann gab es eine Menge Kleinholz. 19 Kastanien fällten sie, und vor dem Kaufhof konnte man gestern meinen, man stünde im sturmgebeutelten Wald. Bis es wieder grünt, wird es dauern, denn das wird der Schlusspunkt des hier neu entstehenden Innenstadt-Abschnittes sein. Mit dem Bauen soll im März begonnen werden.

Nachdem der Auftakt in der Brückstraße und am Viehtor gemacht wurde, darf die dort tätige Baufirma nicht einfach weitermachen. Für den zweiten Bauabschnitt gab es eine neue Ausschreibung und mehrere Bewerbungen. In der kommenden Woche soll der „Sieger“ ermittelt werden. Der könne und solle dann zügig anfangen, sagt Ulrich Waldeyer, der in der Stadtverwaltung für die Thematik zuständig ist.

Das „größte Kriterium“ sei der Preis, und da lägen mehrere Interessenten dicht bei­einander. Man kann davon ausgehen, dass unter den interessierten Bauunternehmen auch dasjenige ist, das den Anfang gemacht hat, die Borkener Firma Beckmann. Ihre Erfahrungen aus dem ersten Abschnitt sollen bei der Fortsetzung so oder so einfließen: Sie seien auch bei der Stadt präsent, wie Waldeyer sagt, der beim entscheidenden Auswahl-Gespräch mit drei Bewerbern dabei sein wird. Auch die Architekten Florian Birke und Claudia Zimmermann sind beteiligt.

Weitergebaut wird vom Mathena-Kreuz zunächst bis zur Pergamentstraße/Tückingstraße. Der geplante Zeitrahmen bis August sei „vielleicht etwas knapp“, so Waldeyer, aber wie schon im ersten Abschnitt gelte, dass man jedenfalls bis zum Weihnachtsgeschäft fertig sein müsse. 2013 soll dann der restliche Teil der Hohen Straße bis zum Berliner Tor und schließlich die Kleine Brückstraße erneuert werden.

In den zweiten Abschnitt fällt auch die Querachse der Kreuz-/Korbmacherstraße bis zu den Einmündungen der Beguinen- und der Brandstraße. Auch aufgrund der Nutzung durch Autos werde dafür ein anderes, dunkleres Pflaster gewählt, sagt Marion Day, Vorsitzende der hier aktiven Immobilien- und Standortgemeinschaft, die sich in der kommenden Woche erneut mit dem Thema beschäftigt. Aber es müsse erkennbar sein, dass auch dieser Bereich Bestandteil des neuen Erscheinungsbildes der Innenstadt sei. So solle es auch hier zukünftig keine separaten Bürgersteige mehr geben. Die Begrünung erfolgt zum Schluss im Herbst. Dann werden für die jetzt gefällten Kastanien, deren Wurzeln mit den Bauarbeiten entfernt werden, Hainbuchen gepflanzt.

Joachim Freund

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