Musik mit „zu viel Gefühl“

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Wesel..  Für gute Stimmung und mitreißende Melodien sorgten am Montagabend die Big Band und die Band & Chor-AG des Konrad-Duden-Gymnasiums beim diesjährigen Schulkonzert. „Zu viel Gefühl“ war das neue Motto der Band & Chor-AG unter der Leitung von Musiklehrer Jochen Kirstein, in der sich etwa 15 Schüler von der siebten bis zur elften Klasse engagieren. Das Motto lehnt an einen Trend der deutschen Musikszene an: Gefühlvolle Lieder sind zurzeit besonders angesagt. Mit viel Herz und Leidenschaft interpretierten die Schüler aktuelle deutsche Popsongs von Künstlern wie Andreas Bourani oder Tim Bendzko.

Zarte Harmonien

Aber auch an weniger bekannte Stücke, beispielsweise von der isländischen Musikerin Björk, wagte sich die Gruppe heran. So wechselten sich kräftige, leidenschaftliche Klänge mit ungewöhnlichen, zarten Harmonien ab, die neben der Stimme und dem Keyboard auch durch das Akkordeon und die Violine getragen wurden.

Dass Musik auch ganz ohne Mikrofon und Technik funktioniert, zeigte die Big Band unter der Leitung von Alfred Opel. Mit kraftvollen, fröhlichen Swing-Rhythmen verbreitete das Ensemble gute Laune im Publikum. Die vorgetragenen Stücke ließen dabei Raum für beeindruckende Improvisationen, bei denen besonders Gitarrist Nikolaus Winkelhausen und Pianist Milan Skusa erstaunliche Fingerfertigkeiten bewiesen. Aufgrund einiger kurzfristiger Ausfälle der Besetzung spielte Alfred Opel dieses Jahr zum ersten Mal auch selbst mit und half neben dem Dirigieren mit der Trompete aus.

Am Schluss belohnten die Zuhörer die talentierten Musiker mit viel Beifall. „Applaus ist die Gage des Künstlers und motiviert weiterzumachen“, freute sich Opel. Er regte jedoch nicht nur zum Weitermachen, sondern auch zum Neueinstieg an: musikbegeisterter Nachwuchs sei in der Big Band jederzeit herzlich willkommen.

Ein Blick zurück

Denn auch dieses Jahr verlassen wieder langjährige Mitglieder die Band, wie zum Beispiel die Abiturientin Annalena Neu, die bereits seit der fünften Klasse mit dem Saxophon dabei ist.

Auf ihre Zeit in der Big Band blickt die 18-Jährige etwas wehmütig zurück: „Das Gemeinschaftsgefühl und die individuelle Förderung von Klein bis Groß waren klasse. Ich habe viele neue Musikstile kennengelernt.“