Museum zum Selbermachen

Wesel..  Kinder können mit Museen nichts anfangen, könnte man meinen. Es sei denn, ein Museum findet Wege, das zu widerlegen. Im Preußen-Museum hatten 24 Schülerinnen und Schüler der Martini-Hauptschule die Möglichkeit, „ihr eigenes Museum zu schaffen“, so Museumsmitarbeiter Helmut Langhoff. Geschichtslehrerin Sina Mauracher und Beate Biesemann, museumspädagogische Fachkraft, begleiteten die Klasse 6 c.

Kultureller Austausch

„MuseobilBOX - Museum zum Selbermachen“ lautete der Titel des Projekts. In dem Museum konnten die Kinder einen kulturellen Austausch mit der Geschichte erleben und dabei ihr persönliches Umfeld mit einbeziehen. „Die Kinder haben unterschiedliche kulturelle und sprachliche Hintergründe, die immer wieder in ihrem Schulalltag auftauchen“, so Langhoff.

Die Kooperation zwischen Museum und Schule entstand im Rahmen des Förderprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dritter Bündnispartner des Projekts war die Jugendstiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken, das den Kindern die Teilnahme am Programm erst ermöglichte.

Seit Ende Januar kamen die Schülerinnen und Schüler montags ins Museum - freiwillig und nach der Schule. Die freiwillige, außerschulische Mitarbeit war Voraussetzung. „Wir wünschen uns, dass die Schüler wissen, dass sie in einem Museum nicht nur etwas sehen können, sondern etwas erleben“, so Helmut Langhoff, der das besondere Interesse der Klasse lobte: „Alle waren sehr engagiert und wissbegierig.“

Abschließend wurde es noch mal richtig spannend: bei der großen Ausstellungseröffnung. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten selbst ihre Arbeit und führten durch die Veranstaltung. Zahlreiche Besucher bestaunten die selbstgebastelte MuseobilBOX, die in vielen Varianten bis Mitte Mai zu sehen ist.