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Eselrock

Mit Without Wax geht es stetig bergauf

20.05.2010 | 19:02 Uhr
Mit Without Wax geht es stetig bergauf

Wesel.Without Wax ist auf der Überholspur – keine Frage. Den Status als Newcomer-Band der Hansestadt hat das Quintett längst abgelegt. Und das, obwohl erst zwei Mitglieder volljährig sind. Without Wax treten beim Eselrock auf.

Etabliert, jedoch wenig angepasst, präsentiert sich die Weseler Band Without Wax ihrer stetig wachsenden Fan-Gemeinde. Nun haben Bassist Jonas Nühlen (17), Schlagzeuger Tino Wilczewski (16), Sänger Yannik Dahl (17) sowie die beiden Gitarristen Tobias Wesner (18) und Florian Blaswich (18) die Ehre, beim dritten Eselrock-Festival Ende Mai als Headliner auf der Seebühne aufzutreten. Vor ihrem Heimspiel im Heubergpark sprach die NRZ mit Florian Blaswich über die Suche nach dem eigenen Stil, das Erwachsenwerden und die Bedeutung von Wesels größtem Musik-Festival.

Without Wax war bereits Vorband für Nena, steuerte einen Song für einen B-Movie-Zombie-Film bei und gab der Zeitschrift „Mädchen“ ein Interview. Wie passt das zusammen?

Florian: Wir wussten nie, wie wir selbst unsere Musik definieren sollen. Das Ziel der unterschiedlichen Projekte war es, herauszufinden, wem unsere Art von Musik gefällt. Daher haben wir uns verschiedenen Generationen und Stilrichtungen präsentiert.

Ist die Phase der Selbstfindung nun abgeschlossen?

Florian: Das Thema ist gerade wieder sehr aktuell. Wir haben in diesem Jahr bereits 18 neue Stücke aufgenommen und sind selbst gespannt, in welche Richtung wir uns entwickeln. Zudem haben wir unser Publikum noch nicht wirklich gefunden. Teilweise stehen kreischende Mädchen in der ersten Reihe, oft kommen aber ebenso viele Zuschauer, die älter als 30 Jahre sind und denen unser klassischer Rock gefällt.

Bei aller künstlerischen Freiheit – was macht für euch das Without Wax-Feeling aus?

Florian: Markenzeichen sind mittlerweile unsere dreistimmigen Chöre. Darauf sind wir stolz. Zudem spielen wir echten Rock im Viervierteltakt, angelehnt an die 70er Jahre. Dieser Stil hat sich seit dem ersten Song, den wir zusammen vor fünf Jahren gespielt haben, nicht geändert. Das war übrigens „Black night“ von Deep Purple.

Nach eurem Debüt-Album „We should believe“ bastelt ihr nun an neuen Songs. Worauf dürfen sich die Fans beim Eselrock freuen?

Florian: Ein paar brandneue Songs werden wir am 29. Mai sicherlich spielen. Viele davon sind tanzbar – rocken also richtig. Dass wir uns weiterentwickelt haben, merkt man wohl am ehesten in unseren Texten. Sie sind erwachsener als auf unserem ersten Album.

Noch im letzten Jahr habt ihr den Eselrock auf der Main­stage eröffnet. Nun geht ihr als Headliner der Seebühne um 21.25 Uhr an den Start. Seid ihr überrascht von der eigenen Entwicklung?

Florian: Es ist geil zu sehen, dass wir uns von Jahr zu Jahr steigern. Der Eselrock ist dabei der Eckpunkt für uns. Dort sehen wir seit drei Jahren, dass es stetig bergauf geht. Natürlich wollen wir aber noch mehr. Nun konzentrieren wir uns jedoch allein auf das Festival. Die befreundeten Bands aVid*, Wretched und Die Hazels alle auf einem Fleck zu haben, ist schon genial. Es ist eine große Ehre für uns, dort aufzutreten.

Cai-Simon Preuten

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