Mit Fachwissen punkten

Unternehmensgründer Gerhard Richter (links) und sein Sohn Arnold in ihren Geschäftsräumen an der Kleinen Stege.
Unternehmensgründer Gerhard Richter (links) und sein Sohn Arnold in ihren Geschäftsräumen an der Kleinen Stege.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Weseler Familienbetrieb Fernseh-Richter feiert sein 50-jähriges Bestehen. In dieser Zeit hat sich in der Branche eine Menge verändert.

Wesel..  Es ist ein stolzes Jubiläum, das der Meisterbetrieb Fernseh-Richter in der kommenden Woche feiert. 50 Jahre lang existiert das Unternehmen und hat sich am Markt behauptet – eine gerade für die Fernsehbranche sehr lange Zeit, denn in der Technik hat sich in einem halben Jahrhundert eine ganze Menge getan. „Mit den Geräten, die wir hier in den ersten Jahren repariert haben, haben Fernseher von heute nichts mehr zu tun“, weiß Gerhard Richter, der das Unternehmen am 1. Juli 1965 gründete. „Ich blicke da gar nicht mehr richtig durch“, gibt der 80-Jährige mit einem Augenzwinkern zu. Im Januar 2000 hat er das Geschäft an seinen Sohn Arnold weitergegeben, der sich nun um alle technischen Belange kümmert. Gerhard Richter und seine Frau Marianne packen aber ab und zu noch mit an und übernehmen etwa Telefonate oder Transporte.

Um bestehen zu können, muss sich der Betrieb von den Großmärkten abgrenzen. „Wir möchten mit Fachwissen punkten“, erklärt Arnold Richter. „Und wir bieten ein Komplettpaket – von der ersten Beratung bis hin zur Feinjustierung.“ Denn die eigentlich größte Konkurrenz für die kleinen Fachbetriebe seien gar nicht die Großmärkte, erklärt Arnold Richter. „Vielmehr spüren wir es, wenn Leute beim Einrichten der Geräte selbst versuchen und probieren statt auf den Service des Fachmanns zurückzugreifen.“ Klar könne das auch funktionieren, gibt der 44-Jährige zu. „Aber es passiert halt auch, dass die Oma ihren Lieblingssender dann auf einem Programmplatz ganz weit hinten liegen hat, wenn der Enkel ihr lieb gemeint den Fernseher eingestellt und dabei nur auf eine automatische Platzierung der Kanäle zurückgegriffen hat.“ Auch komme es immer wieder vor, dass jemand seinen Fernseher im Großmarkt kaufe, erst einmal selbst probiere und sich dann beim Fachhändler melde, wenn er nicht mehr weiter wisse.

Trotz solch wachsender Herausforderungen blickt Arnold Richter positiv in die Zukunft. „Bei den immer vielfältiger werdenden Möglichkeiten, die moderne Geräte bieten, wird die Hilfe des Fachhändlers zukünftig eher wieder mehr gefragt als weniger“, ist er überzeugt. Um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, besucht der 44-Jährige regelmäßig Lehrgänge, Die Funkausstellung in Berlin sowie Hausmessen der Anbieter seien sowieso Pflichtprogramm, sagt er. „Es gibt einen ständigen Wandel mit immer wieder neuen Trends.“