„Menschen vernünftig unterbringen“

Hünxe..  Die Einwohnerfragestunde am Donnerstagabend in der Hünxer Ratssitzung wurde diesmal besser genutzt: „Wird in Drevenack ein Asylbewerberheim errichtet?“, wollten Anwohner des Neubaugebietes Möllekensfeld wissen. Es gebe entsprechende Gerüchte für ein Gelände am Hunsdorfer Weg gegenüber des Raiffeisenmarktes.

„Wir müssen diese Menschen vernünftig unterbringen, es ist eine Frage der Integration“, sagte Bürgermeister Hermann Hansen. Und: „Ja, eine dezentrale Unterbringung ist auch in Drevenack geplant. Wir wollen im Gewerbegebiet am Hunsdorfer Weg ein Übergangsheim für maximal 30 Asylbewerber bauen. Eine überschaubare Größe.“ Es handele sich um eine temporäre Unterbringung. „Wir als Verwaltung haben den Standort diesem Gremium vorgeschlagen. Alles ist rechtlich umsetzbar und geprüft.“

Auch in Bruckhausen, Hünxe und Gartrop seien Übergangsheime geplant. „Warum soll nicht auch Drevenack einen Standort bekommen?“ Die Kritik der Drevenacker, nicht ausreichend informiert worden zu sein, konterte Hansen: „Wir sind noch in der Planungsphase. Diese wird jetzt konkreter, aber die endgültige Entscheidung trifft der Rat.“

In Drevenack habe es bereits einmal ein Asylbewerberheim gegeben. Damals sei die Öffentlichkeit nach Konkretwerden der Pläne informiert worden. Hansen: „Wir haben nichts zu verbergen.“ Er betonte, Integration müsse sauber aufgeteilt werden, auch im Hinblick auf das vorhandene Schulangebot. Im Bezug auf Anfragen konnte er sich Kritik nicht verkneifen. „Ich bin mehr als überrascht über die Konfrontation. In allen anderen Ortsteilen gab es keine Diskussionen. Hier wird negativ Stimmung gemacht.“ Mit der steigenden Zuweisung der Asylbewerber an die Kommunen stiegen auch die Anforderungen an die Verwaltungen. „Auch wir in Hünxe machen uns Gedanken über geeignete Standorte - in allen Ortsteilen.“