Meister erweckt die Schmiede Kock zum Leben

Foto: NRZ

Wesel..  Das kleine zauberhafte Haus am Bislicher Deich zieht Blicke auf sich: Die alte Schmiede Kock, Marwick 11. Sie ist eine Außenstelle des Heimatmuseums und in diesem Jahr soll hier wieder Eisen geschmiedet werden. Schmiedemeister Bernd Buschmann aus Lackhausen wird an jedem dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr zeigen, wie hier, in der Huf- und Wagenschmiede mit dem Pferd auf dem Dach gearbeitet wurde. Das Haus gab es bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert und ist seit 1812 in der Hand der Familie Kock. Im vergangenen Frühjahr haben rund 20 Aktive des Heimatvereins um Bauingenieur und Architekt Franz Schweers und den Schmied Heinz Kubasch die Schmiede original wieder hergestellt, das Dach in alter Handwerkskunst gedeckt und die Geräte instand gesetzt. Alle sind funktionstüchtig und Schmiedemeister Buschmann wird erläutern, wie sie funktionieren. Der Schmied war ein wichtiger Handwerker im Dorf. Er sorgte dafür, dass die Pferde beschlagen waren, reparierte Egge und Pflug, hielt die Dinge am Laufen. Inzwischen steht das winzige Gebäude unter Denkmalschutz. Es birgt auch ein Geheimnis: Bis heute ist nicht bekannt, warum das runde Fenster am Giebel einen Davidstern zeigt.