Meikes preisgekrönte Moorarbeit

Meike Schult vom Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel gewann den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis.
Meike Schult vom Konrad-Duden-Gymnasium in Wesel gewann den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
17-jährige Gymnasiastin aus Wesel an der Düsseldorfer Universität ausgezeichnet. Ihr naturkundliches Interesse konnte die KDG-Schülerin dann ab Beginn dieses Jahres für ihre Facharbeit nutzen, die alle Schüler im vorletzten Jahr der gymnasialen Oberstufe vorlegen müssen.

Wesel..  Besser hätte es für Meike Schult aus Lackhausen gar nicht laufen können: Nicht nur, dass ihre Biologie-Facharbeit von ihrer Lehrerin Ricarda Stieber schon mit der Höchstpunktzahl von 15 Punkten (also sehr gut plus) benotet wurde – sie gewann mit ihrem 52-seitigen Werk auch noch den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis, der in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität verliehen wird.

Dabei ist die Schülern, die heute ihren 17. Geburtstag feiert, per Zufall auf ihr Thema gestoßen: „Als ich einmal beim Joggen am Schwarzen Wasser eine Pause eingelegt habe, sah ich, dass der östliche Teil des Gewässers anders aussieht als der Rest“, berichtet die Preisträgerin, die der Sache – im wahrsten Wortsinn – auf den Grund gehen wollte. Sie forschte nach: „Ich habe herausgefunden, dass dort eine Verlandung stattgefunden hat und sich Moor gebildet hat. Doch die Frage blieb: Warum nur in einem Teil des Sees?“

Ihr naturkundliches Interesse konnte die KDG-Schülerin dann ab Beginn dieses Jahres für ihre Facharbeit nutzen, die alle Schüler im vorletzten Jahr der gymnasialen Oberstufe vorlegen müssen. Von ihrer Bio-Lehrerin Stieber bekam sie schnell das Okay für das Arbeits-Thema „Mögliche Ursachen der Moorbildung in Teilen des Heideweihers, Schwarzes Wasser“.

Dann legte die Weselerin richtig los: Sie schlüpfte in eine Ganzkörperhose, zog sich Snowboard-Schuhe an, glitt auf einem durchgesägten Snowboard (um nicht im Lehm steckenzubleiben) durch das Moor in dem Naturschutzgebiet– mit Sondergenehmigung der Biologischen Station, weil sie ja wissenschaftliche Zwecke verfolgte. Unter anderem erstellte sie ein Unterwasserrelief und analysierte die Pflanzenwelt.

Fast wie echte Wissenschaftler

Bis zu den Osterferien hatte Maike Schult dann ihre 52-seitige Arbeit fertig. KDG-Schulleiter Heinzgerd Schott konkretisiert: „Die Facharbeit soll möglichst wissenschaftspropädeutischen Ansprüchen genügen.“

Lehrerin Stieber war von Meikes Moorarbeit so begeistert, dass sie ihr riet, diese als Beitrag beim Dr.-Hans-Riegel-Preis einzureichen. Vor wenigen Tagen kam die Mitteilung: Die Jury aus Professoren der Heinrich-Heine-Universität entschied sich für die Weselerin als Preisträgerin im Bereich Biologie.

Verbunden ist die Auszeichnung unter anderem mit dem stattlichen Preisgeld von 600 Euro für die Schülerin, die übrigens nach ihrem Abitur Jura studieren möchte, sowie mit einer 250 Euro teuren Mikroskop-Kamera für das Gymnasium.