Lase lässt Maschinen sehen

Lars Ambrosy (links) und Achim Klingberg führen Lase.
Lars Ambrosy (links) und Achim Klingberg führen Lase.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Freitag feiert die Firma ihr 25-jähriges Bestehen - sie wächst und wächst. 1990 gründete Achim Klingberg in Hünxe Lase anfangs mit Messtechnik, 2D- und 3D-Scanner folgten 2001 und 2005.

Wesel..  Immer dann, wenn in Hamburg, Singapur, Port Suez oder irgendwo auf der Welt ein Container auf ein Schiff verladen wird, könnte Technik aus der Rudolf-Diesel-Straße im Spiel sein.

Die Tore der neuen Panama-Kanalschleuse sollen mit Weseler Know How kontrolliert werden, Bergbaumaschinen in Brasilien und Australien arbeiten mit Lasern aus Wesel. Heute feiern die beiden Geschäftsführer, Firmengründer Achim Klingberg und Lars Ambrosy, mit ihren Mitarbeiten und Geschäftsfreunden das 25-jährige Firmenjubiläum.

Und was Achim Klingberg vor 25 Jahren begann, wächst und wächst. Kaum ist der Neubau mit der Hausnummer 111 fertig, beginnt im kommenden Monat der Bau zwei weiterer Gebäude, einer 10 mal 40 Meter großen Lagerhalle und eines 14 mal 14 Meter großen, zweistöckigen Bürohauses. Die Grundstücke sind erworben, die Umrisse bereits abgesteckt. Häfen, der Bergbau und die Stahlindustrie sind in erster Linie interessiert an den Lase-Produkten.

So durchfahren beispielsweise Lkw in den Häfen Laser-Vorhänge, werden dabei gescannt, vermessen und auf die richtige Position gelotst, damit automatische Kräne die Ladung vom Lkw heben. Angefangen hat Klingberg mit Laser-Distanzmessern für die Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg. Die Geräte sollten den Pfannenfüllstand messen, also auf extrem heißen Oberflächen arbeiten. Eine Herausforderung.

Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen weiter entwickelt, seine Betätigungsfelder ausgeweitet und ist fast auf der ganzen Welt aktiv. Brasilien, USA, Indien, China, überall sitzen Unternehmen, die mit den Weselern zusammenarbeiten.

„Nur Afrika und Australien sind noch weiße Flecken“, sagt Klingberg. Produziert und verkauft wird in Wesel, das Bremer Unternehmen, von Lars Ambrosy geführt, entwickelt und liefert die nötige Software. „Wir sind die Augen der Maschinen“, erläutert Ambrosy, was Lase macht. Sehr erfolgreich übrigens: Seit die Krise 2009 überstanden war, die auch Lase hart getroffen hat, verdreifachte sich der Umsatz.

Ein viertes Standbein sind Personenzählungen – per Laser, in der Weseler Fußgängerzone beispielsweise. Und die Sicherung von Gebäuden – Gefängnisse, atomare Zwischenlager, überall dort, wo Unbefugte nicht ein- oder ausgehen sollen, wird Lase aktiv. Dann ist es eher eine Art Laserteppich, der scannt und erkennt, was sich bewegt. Bloß eine Katze oder gar Ein- oder Ausbrecher?

Wesel bietet Lase die Möglichkeit, zu wachsen, erläutert Klingberg. Vom Schornacker zog die Firma an die Rudolf-Diesel-Straße um, Richtfest für das Firmengebäude war im November. Gegründet hatte er die Firma in Hünxe. „Dort wollte man uns kein Grundstück geben“, sagt er, „mit kleinen Firmen wollte man sich wohl nicht abgeben.“

Derzeit arbeiten an den Standorten Wesel und Bremen gut 50 Leute, weitere sechs weltweit. „In den kommenden zehn Jahren werden wir die 100 überschreiten“, planen die Geschäftspartner.

Mit Blick auf die 25 Jahre loben sie ihre Leute. „Man kann nur mit Mitarbeitern wachsen, die eigenverantwortlich, qualifiziert und selbstständig arbeiten“, sagt Klingberg.