Lange Schlangen vor den Zelten

Großer Andrang beim Sommerstraßenfest mit verkaufsoffenem Sonntag in Schermbeck.
Großer Andrang beim Sommerstraßenfest mit verkaufsoffenem Sonntag in Schermbeck.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
„Schermbeck genießen“ und das Sommerstraßenfest beliebt wie eh und je. Zum Start stellten sich die Gastronomen vor, Dirk Szczepaniak moderierte. Dabei lernten die Zuhörer neue Gerichte und Veränderungen kennen.

Schermbeck..  Ein gelungenes Doppelfest erlebten die Schermbecker und ihre viele tausend Gäste am Wochenende: Auf dem Rathausplatz und dem angrenzenden Mühlenteich hieß es seit Freitagabend „Schermbeck genießen“, und am Samstag und Sonntag kam das Sommerstraßenfest der Werbegemeinschaft dazu.

Bei der Eröffnung des Gourmetfestes erinnerte Bürgermeister Mike Rexforth an den völlig verregneten Start 2014, „als die Lippe über den Platz floss“. Diesmal hatten Köche, Teams, Gäste und die beiden Organisatoren, Winfried und Oliver Wirtz, deutlich mehr Glück. Ihnen dankte der Bürgermeister für ihr Engagement. Dadurch sei das Fest zu einer Marke für Schermbeck geworden.

Zum Start stellten sich die Gastronomen vor, Dirk Szczepaniak moderierte. Dabei lernten die Zuhörer neue Gerichte und Veränderungen kennen. Sie erfuhren aber auch, dass das Hobeln des Käses auf die beliebten Nudeln im Zelt des Marienthaler Gasthofs sehr harte Arbeit ist.

Kurzfristig abgesagt hatte Sternekoch Björn Freitag. Er wolle hohe Qualität liefern, sei aber derzeit nicht dazu in der Lage, so Oliver Wirtz. Daher habe er aus terminlichen und personellen Gründen auf seine Teilnahme verzichtet. Fest steht: „In Kirchhellen ist er wieder dabei.“

Aber selbst, wer vor allem seinetwegen gekommen war, hatte reichlich Auswahl. Über 50 Gerichte mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch standen auf der Karte. Samstagabend hieß es dann erneut „Land unter“, diesmal aber vor Menschen. In langen Schlangen warteten sie geduldig vor den Speise- und Getränkezelten.

Die Suche nach einem Sitzplatz fürs Essen geriet zum Geduldsspiel. Aber eine angenehme Stimmung lag über dem Platz. Krönender Abschluss an diesem Tag war das Feuerwerk. Zur Musik (darunter Hildegard Knefs „Für mich soll’s rote Rosen regnen“) malten die Feuerwerker Bilder an den Himmel. Lauten Beifall gab es als Dankeschön.

Großen Respekt äußerte Winfried Wirtz vor den jungen Helfern, die Teller und Gläser zur Spülstation trugen: „Vor ihnen ziehe ich den Hut.“ Erstmals kam in diesem Jahr das kleine Gourmet-Dorf am Teich hinzu; dort blieb das Interesse der Gäste aber eher verhalten.

Voll dagegen war die Mittelstraße an beiden Tagen. Ein umfangreiches Angebot fanden die Besucher zwischen Ludgeruskirche und Rathaus. Gab es Samstag noch einige Lücken, so waren diese am Sonntag durch zusätzliche Aussteller geschlossen. Der MGV Eintracht, der Tennisclub Altschermbeck, der Bürgertreff und der Tanzclub Grün-Weiß lockerten das Bild mit ihren Ständen und Aktionen auf.

Das Interesse der Aussteller an dem Fest ist enorm. So musste WG-Vorsitzender Wolfgang Lensing einigen unangemeldeten Händlern, die bereits am Freitag aufbauen wollten, erklären, dass die Mittelstraße ausgebucht ist. Für rund 100 Stände bietet die Strecke Platz, und diese Flächen waren voll.