Landwirte: Mit Brücke lieber warten

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Hamminkeln..  Nach dem unerwarteten Einsparpotenzial, das sich im Haupt- und Finanzausschuss an der Brücke am Hanßemannsweg ergeben hat, melden sich nun die Landwirte zu Wort. Ihr Vorschlag: Bevor die Stadt Fakten schaffe und die Brücke für 10 000 Euro so herrichte, dass sie auch zukünftig nur mit landwirtschaftlichem Gerät unter fünf Tonnen befahrbar wäre, solle man alles lassen wie bisher und stattdessen warten, bis wieder Geld in der Kasse ist, um die Option weiter zu erhalten.

Der Grund: Im vergangenen Jahr habe es positive Signale aus dem Rathaus gegeben, dass die Brücke nach dem Unfall für Fahrzeuge über fünf Tonnen ausgebaut werden könne. Das sagt der Vorsitzende der Ortsbauernschaft Brünen, Jens Buchmann. „Man hatte das Gefühl, jetzt könnte es endlich etwas werden“, so Buchmann. Schließlich habe man schon lange darauf gewartet.

Dann allerdings kam der Haushaltsplan und damit jede geplante Ausgabe auf den Prüfstand. Und als die Stadtverwaltung dann in der vergangenen Woche die Alternative am Hanßemannsweg aufzeigte, mit der man auf einen Schlag 150 000 Euro einsparen würde, nahmen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses dies dankend an.

Es sei verständlich, dass angesichts der schwierigen Haushaltslage Einsparungen nötig seien, so Jens Buchmann. Doch bevor man die Brücke aus finanzieller Not dauerhaft für die umliegenden Landwirte weitestgehend unbefahrbar mache, solle man vielleicht darüber nachdenken, die gesamten 16 000 Euro zu sparen und das Geld erst in die Hand zu nehmen, wenn man es wieder habe.