Kurze Wege, schnelle Diagnosen

Thomas Born, Rainer Rabsahl und Dr. Joachim Große (von links) im neuen Labor.
Thomas Born, Rainer Rabsahl und Dr. Joachim Große (von links) im neuen Labor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Labor im Evangelischen Krankenhaus ist fertig. Demnächst geht es an den Bau der zentralen Notaufnahme.

Wesel..  „Morgens Blut abnehmen und eine Stunde später sind die Ergebnisse da – das ist für uns Ärzte schon richtig klasse.“ Dr. Joachim Große, Ärztlicher Direktor am Evangelischen Krankenhaus, weiß das hauseigene Labor der Klinik zu schätzen. „Man verliert einfach eine Menge wertvoller Zeit, wenn man Blutproben einschicken und bis nachmittags auf Resultate warten muss.“ Was am Evangelischen Krankenhaus bislang schon gut lief, soll nun noch besser werden. Denn im Rahmen des Großbauprojektes ist nun im ersten Bauabschnitt das neue Labor fertig und in Betrieb genommen worden. Im Erdgeschoss, dem ehemaligen OP-Bereich, entstand es.

Bei der Gestaltung und Anordnung konnten die Mitarbeiter mitreden. Schließlich sind sie es, die die Abläufe und Prozesse am besten kennen und wissen, was sie benötigen. Externe Architekten unterstützten den Neubau, so dass ein gut ausgestatteter, großzügiger und modern eingerichteter Laborraum geschaffen wurde. Und vor allem ein Labor in einem Raum, denn das alte Labor war durch einen Flur getrennt, so dass die Mitarbeiter zum Teil längere Wege auf sich nehmen mussten. Zudem ist im Zuge der Neugestaltung auch die Ausstattung des Labors verbessert worden, so dass nun noch mehr Untersuchungen als bislang direkt im Evangelischen Krankenhaus möglich sind und nicht an externe Einrichtungen abgegeben werden müssen.

Seit eineinhalb Wochen läuft nun der Betrieb im neuen Labor. Noch müssen sich die Abläufe erst einspielen, sagt Leiter Thomas Born. „Aber wir merken im Arbeitsalltag eine enorme Verbesserung, und das Team ist hochmotiviert.“

Zweiter Bauabschnitt

Bis Anfang August ruhen die Bagger, dann beginnt der zweite Bauabschnitt. Über einen Zeitraum von vier bis fünf Wochen werden alte Operationssäle bis auf Rohbaustatus abgerissen. Anschließend entstehen dort Räume der Zentralen Notaufnahme, in denen neu ankommende Patienten untersucht werden. „Ein großer Vorteil wird, dass wir dann auch ein CT dort vor Ort haben werden“, sagt Dr. Joachim Große. „Schnellere Diagnosen bringen schnellere Behandlung. Und manchmal zählt einfach jede Sekunde.“