Krudenburger Hunde-Treff mit Terrier und Leonberger

Kristina Bergmann mit Ebbe vom DSV Büdericher Insel im Parcours
Kristina Bergmann mit Ebbe vom DSV Büdericher Insel im Parcours
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Beim ersten Rallye-Obedience-Turnier gingen Teams aus ganz NRW in verschiedenen Klassen an den Start

Hünxe.. 60 Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen am Sonntag nach Krudenburg, um beim ersten dem Ralley-Obedience-Turnier auf dem Vereinsgelände des Hundesportvereins Hünxe-Krudenburg an den Start zu gehen. „Die Sportart fand bei uns so guten Anklang, dass wir beschlossen haben, ein erstes Turnier auszurichten“, freute sich Vereinsvorsitzender Rolf Hanßen.

Die Basis ist Vertrauen

Ursprünglich kommt die Sportart aus Amerika. „Nun ist sie endlich auch im Ruhrgebiet und am Niederrhein angekommen“, sagte der Vorsitzende. „Heute treten hier Menschen und Hunde gemeinsam als Team gegeneinander an.“ Wichtig für die Zusammenarbeit im Team sei, dass der Hund seinem Herrchen vertraut. „Wenn die Hunde lernen, dass sie sich auf ihren Führer verlassen können, hilft auch bei Gefahrensituationen im Straßenverkehr“, so der Vorsitzende. Die Stationen im Parcours seien quasi ein Spiegel der Grundgehorsamsausbildung für Hunde.

Konzentration gefordert

An den 15 bis 25 Übungsstationen warteten Schilder auf die Herrchen bzw. Frauchen, die die Kommandos vorgaben. So mussten die Hunde sich an einem Schild hinsetzen, während der Besitzer weiterging, und sich anschließend wieder vor ihren Besitzer stellen. An einer anderen Station mussten die Hunde eine Schleife laufen. Diese Übungen galt es präzise und fehlerfrei zu absolvieren. Die Tiere reagierten hier besonders auf die Körpersignale ihrer Besitzer. Eine Kopfbewegung oder ein Handzeichen reichte häufig schon, damit der Hund das richtige Kommando ausführte. Auch verbale Kommandos waren erlaubt. „So entstehen abwechslungsreiche Parcours, die sowohl die Konzentration des Menschen, als auch die des Hundes fördern“, sagte Hanßen.

Für den Parcours hatten die Teams vier Minuten Zeit. Für den Erfolg beim Turnier gab es kein Rezept. „Wir arbeiten stark mit positiver Verstärkung und Lob“, sagte der Vereinsvorsitzende. „Der Spaß für Mensch und Tier steht bei uns an erster Stelle.“

Die Teams traten in vier Leistungsklassen gegeneinander an. Eingeteilt wurden die Teilnehmer in die drei verschiedene Stufen der Beginner-Klasse sowie eine Seniorenklasse, in der Hunde ab acht Jahren teilnahmen. „Unsere Senioren müssen ein paar Übungen weniger absolvieren und bekommen mehr Zeit“, so Hanßen.

Diese Hundesportart zeichnet sich besonders dadurch aus, dass jeder sie ausüben kann. „Es handelt sich um eine Fun-Sportart, bei der auch private Teilnehmer mitmachen können“, erläuterte Rolf Hanßen. Die Rasse des Hundes spiele dabei keine Rolle. Ob Australian Shepherd oder Border Collie - alle Hunde haben die gleichen Erfolgschancen. Beim Treffen in Krudenburg war der größte Hund ein Leonberger, während es sich bei dem kleinsten um einen Terrier handelte. „Lediglich Herdenschutzhunde tun sich bei dem Parcours schwer“, ergänzte Hanßen.

Wichtig ist für den Vereinsvorsitzenden insbesondere auch, dass Jung und Alt bei einem solchen Turnier zusammen kommen. „Man muss kein Leichtathlet sein, um hier mitzumachen. Die Parcours sind so ausgelegt, dass auch körperlich behinderte, oder ältere Menschen teilnehmen können“, sagte er.

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