Konzeptlos

Flüchtlingsunterkunft. In dem Artikel der NRZ vom 21.05.2015 wurden einige Dinge nicht ganz beim Namen genannt. Mit keinem Wort wurde hier erwähnt, dass die geplante Unterkunft am Hunsdorfer Weg direkt an die Gärten der Anwohner grenzen soll. Auch in Drevenack sollen geflohene Menschen ein Zuhause bekommen. Das steht außer Frage! In Ihrem Artikel kam ebenfalls nicht zur Sprache, dass die geäußerten Sorgen, Fragen und Ängste der Besucher dieser Diskussionsveranstaltung nicht ernst genommen wurden, sondern von der Politik als „Vorurteile gegenüber Fremden“ abgetan wurden. Dass sich Anwohner sorgen, ist doch verständlich. Es sollen über 20, teils traumatisierte, geschundene und vertriebene junge Männer zwischen 20 und 30 zusammen untergebracht werden. Sie sprechen unterschiedliche Sprachen und gehören verschiedenen Kulturen an. Auch sprechen sie unsere Sprache noch nicht. Die geplante Bebauung ist knapp. Arbeit und Zeitvertreib? Fehlanzeige. Dass es da u. U. zu Spannungen, Reibungspunkten und Konflikten kommen kann, ist nur menschlich. Sollte man da nicht meinen, dass den Menschen mehr als nur ein Dach über dem Kopf gegeben werden muss?

Es gibt kein Konzept. Scheinbar auch kein Personal. Keine auch nur annähernd akzeptable Betreuung. Auf Biegen und Brechen muss ein mittlerweile überteuertes Grundstück erworben werden. Vorzugsweise direkt im Ortskern, obwohl Alternativen gegeben sind. Aber für eine Betreuung ist kein Geld da. Andere Grundstücke scheiden angeblich aus, weil Nutzungsänderungsanträge 2-3 Jahre (!) dauern können. Das ist doch Irrsinn.