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Kunst

Kontrastreiche Harmonie

03.06.2009 | 17:18 Uhr

Hans-Christoph Hoppe und Jürgen Radojewski stellen gemeinsam im Wasserturm aus

Hans-Christoph Hoppe (l.) und Jürgen Radojewski. Foto: M. Joosten

Unterschiedlicher könnten die Werke kaum sein, die Jürgen Radojewski und Hans-Christoph Hoppe erschaffen. Der eine mag das Spiel mit Farben und weichen Formen, das Zusammenspiel von Stimmungen, Musik und Malerei. Der andere konzentriert sich in seinem künstlerischen Schaffen auf grafisches Arbeiten, auf klare harte Linien, auf den Menschen mit all seinen Facetten. Dass die Arbeiten der beiden Künstler trotz all ihrer Kontraste ein harmonisches Gesamtbild ergeben können, davon können sich Interessierte ab Freitag, 5. Juni, im Wasserturm überzeugen.

Dort stellen der 54-jährige Radojewski, der in Obrighoven lebt und arbeitet, und der 44-jährige Schermbecker Hoppe nun zum zweiten Mal aus. Während sie bei ihrer ersten Schau ihre Arbeiten noch vermischt präsentierten, haben sich die Männer nun für eine klare Trennung entschieden. In den unteren Räumen zeigt Hans-Christoph Hoppe Skulpturen, Radierungen, Holzschnitte und Zeichnungen. Der ausgebildete Steinbildhauer ist fasziniert vom Menschen und hält diese Faszination in seinen Arbeiten fest. Hoppe experimentiert gern mit unterschiedlichen Arbeitstechniken – von Kaltnadel-Radierungen bis hin zum Zeichnen mit Kugelschreiber – um menschliche Empfindungen und Ausdrücke in seinen Werken festzuhalten.

Weicher und farbenfroher geht es in der oberen Etage zu, wo Jürgen Radojewski seine Malereien und Plastiken zeigt. Der studierte Künstler hält Stimmungen, Begegnungen, Ereignisse oder Musik in seinen Arbeiten fest. In der Ausstellung präsentiert der Weseler unter anderem vier Bilder, die nach Edvard Griegs Suite „Peer Gynt” entstanden sind. Der Künstler hat das gleichnamige Drama von Henrik Ibsen und Griegs Suite studiert und Szenen des Stückes in seinen Arbeiten festgehalten.

Eröffnet wird die Schau morgen um 17 Uhr. Karlheinz Strötzel führt ins Werk ein. Für Musik sorgen Pia Kolbe (Klarinette), Annika Gaebel (Querflöte) und Clive Hüsken (Cello). Bis 21. Juni sind die Arbeiten zu den Öffnungszeiten (samstags und sonntags, 11 bis 17 Uhr) zu sehen.

Gabi Schultze

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