Konkurrenz für gemeinnützige Verbände

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Wesel..  „Ihre Wertstoffe für Ihre Gebühren“ macht der ASG zum Motto seiner eigenen Altkleidersammlung, die der kommunale Betrieb ab sofort durchführt (die NRZ berichtete).

Denn wenn das Angebot gut angenommen werde, werden sich die erzielten Erlöse „positiv auf die Entwicklung der Abfallgebühren“ auswirken, heißt es. Der ASG hat Container in Diersfordt an der Straße Am Schafstall, in Bergerfurth, an der Gantesweilerstraße auf dem Parkplatz des Hallenbades, an der Rheinallee in Büderich sowie in Ginderich an der Werricher Straße, Ecke Molkereistraße aufgestellt. Auch am Wertstoffhof können Altkleider abgegeben werden. Zudem soll es zweimal jährlich Sacksammlungen geben, die erste in der 46. Kalenderwoche

Bislang gab es 15 genehmigte Altkleidercontainer des Roten Kreuzes, der CAJ und der Kolpingfamilie. Die des ASG bedeuten für die gemeinnützigen Sammler zusätzliche Konkurrenz, wie Sven Rosenkranz, Pressesprecher des DRK, ganz offen zugibt. „Aufgrund privater Sammler sind unsere Container eh schon nicht mehr so voll wie sie früher einmal waren“, sagt er. Weitere Ausfälle bei den Erlösen könnten für den Verband finanzielle Probleme mit sich bringen. „Wir nutzen das Geld aus Altkleidersammlungen für gemeinnützige Projekte, etwa mit Jugendlichen, Senioren oder Behinderten.“

Andererseits, so Rosenkranz, könne er aber auch nachvollziehen, dass Kommunen und kommunale Betriebe wie der ASG die Möglichkeiten des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes nutzen und mit eigenen Sammlungen zusätzliche Erlöse erzielen möchten. Und im Vergleich zu anderen Städten sei die Situation in Wesel für die gemeinnützigen Verbände noch gut. „In Kamp-Lintfort dürfen gemeinnützige Sammler gar keine Container mehr aufstellen.“