Knickrasen und Buddelkönig Paul

Wesel..  Katrin Domke und ihr Mann Steven lassen Töchterchen Fiona (5) ihr Blümchen säen. Garten ist derzeit das ganz große Thema in der kleinen Familie. Das Paar hat sich gerade seinen Wunsch vom Eigenheim in Obrighoven erfüllt. Der Garten muss allerdings komplett neu gestaltet werden. Anregungen bietet der Markt mit seinen zahlreichen Anbietern genügend - Holz im Garten, Geräte, viele Stauden und Kräuter sind nur ein Teil des Angebots. Zumindest wird es Kapuzinerkresse im neuen Garten geben, Dank Fiona.

Andere Besucher sind auf der Suche nach Raritäten, schwarzen Tomaten beispielsweise. „Die haben mir die letzten vor der Nase weggekauft“, schimpft ein Gartenfreund. Macht nichts. Er hat Glück bei der NRZ-Verlosung und gewinnt eine Gartenschere, immerhin, ein kleines Trostpflaster.

Familie Nerrlich aus Drevenack ist jetzt auch wieder in ihrem großen Garten aktiv: Die Eltern Nadine und Matthias haben ein Gemüse- und Pflanzbeet angelegt, wo die beiden Töchter Katharina (6 Jahre) und Franziska (3) jetzt Tomaten, Möhren und Kräuter anpflanzen. Die größte Gefahr, dass es nicht zur Ernte kommt, stellt Labrador Paul dar. „Er ist ein echter Buddelkönig“, berichtet Katharina lachend.

Fast 6000 Quadratmeter Garten bearbeiten Ursula und Reiner Limberg aus Brünen. „Ich freu mich richtig, dass ich jetzt wieder lange draußen sein kann“, berichtet die 67-jährige Hobbygärtnerin, die jede Menge Blumen hegt und pflegt. Auch ihr Mann ist viele Stunden im Garten aktiv – zweimal im Jahr schneidet er unter anderem die 300 Meter lange und zwei Meter hohe Rotbuchen-Hecke. Und der 72-Jährige hat mit einem Augenzwinkern einen nicht ganz ernst gemeinten humorvollen Rat: „Leute, die keine Arbeit haben möchten, sollten japanischen Knickrasen nehmen. Bei dem knicken die Grashalme nach 2,5 Zentimetern automatisch um!“

Einen „Grünen Daumen“ hat auch Jutta Bahr aus Wesel: Sie hat schon mehrere Blumen vorgezogen – teilweise in Eierkartons auf dem Dachboden. „Ich warte noch die Eisheiligen ab, dann kommen sie Mitte Mai raus“, erläutert sie. Ihre sechsjährige Tochter Charlotte hat bereits rund 20 Sonnenblumenkerne gepflanzt und hofft, dass wenigstens die Hälfte den gewünschten Erfolg bringen. Ihre Schwester Leni (8) ist auch gerne im Garten – am allerliebsten springt sie dort auf dem Trampolin.

Schon seit zwei Wochen sind Waltraud und Manfred Meinartz aus Dingden in ihrem Rasen-, Sträucher- und Steingarten fleißig. „Es ist schon alles gut in Schuss“, berichten die beiden. Mit ihrer Enkelin Leni wollen sie bald das Frühlingswetter im Garten genießen.

Nützlich haben Marita und Günter Reichelt ihren Blumenkasten bepflanzt: mit Thymian, Basilikum und Schnittlauch. Sie freuen sich schon auf die erste Ernte.