Kleine Fröhlichmacher

Dagmar Heitfeld (links) und Gabriele Suhrborg mit ihrem Fotobuch.
Dagmar Heitfeld (links) und Gabriele Suhrborg mit ihrem Fotobuch.
Foto: Funke Foto Services
Dagmar Heitfeld und Gabriele Suhrborg haben zusammen ein Buch veröffentlicht, das die kleinen Dinge abbildet, die das Leben schöner machen. Blumen am Wegesrand etwa oder Nebel, der die niederrheinissche Landschaft märchenschaft erscheinen lässt.

Wesel..  Oft sind es die kleinen Dinge, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Eine leuchtende Blüte am Wegesrand. Zwei niedliche Hunde, die ausgelassen miteinander tollen und toben. Oder Nebel, der in aller Frühe über den Boden kriecht und die niederrheinische Landschaft wahrlich mystisch und märchenhaft erscheinen lässt. Dagmar Heitfeld hat einen Blick für diese Dinge.

Und mehr noch, es gelingt der 60-jährigen Flürenerin, sie mit ihrer Kamera festzuhalten und toll in Szene zu setzen. Garniert mit kurzen Texten und Gedanken aus der Feder von Gabriele Suhrborg ergeben die Aufnahmen eine ansprechende Sammlung von Fröhlichmachern und Anregungen zum Nachdenken. Gebündelt in einem kleinen Büchlein, das die beiden Frauen nun gemeinsam veröffentlichten.

Kennengelernt haben sich Gabriele Suhrborg und Dagmar Heitfeld vor rund sechs Jahren über ihr gemeinsames Hobby – ihre Hunde. „Anfangs trafen wir uns zufällig bei Spaziergängen, mittlerweile verabreden wir uns.“

Kreativ arbeiteten die Frauen aus Flüren nun aber zum ersten Mal zusammen. Gabriele Suhrborg ist vielfältig künstlerisch aktiv, Dagmar Heitfeld dagegen behielt ihre Fotografien bislang für sich, ganz privat. „Sie hat mir das ein oder andere Foto gezeigt“, sagt die 56-jährige Suhrborg. „Und mir gefielen ihre Arbeiten auf Anhieb, so dass ich sie irgendwann fragte, ob sie sich ein gemeinsames Projekt vorstellen könnte.“

Es sei der Blick für Details, der ihr an Heitfelds Arbeiten gefalle, beschreibt Gabriele Suhrborg. „Ihre Art, Dinge zum Teil so detailliert und im Ausschnitt darzustellen, dass sie verfremdet wirken.“ Dazu die tollen Naturmotive, die für sie eine künstlerische Herausforderung gewesen seien, sagt Gabriele Suhrborg. „Mit Naturfotografien habe ich bislang noch nie gearbeitet.“

Kurze Texte

Gabriele Suhrborg ließ sich aber vollends ein auf Dagmar Heitfelds Fotografien, die allesamt in Wesel und Umgebung, teils im heimischen Garten entstanden. Die Künstlerin schrieb kurze Texte zu den Bildern, manchmal nur aus wenigen Worten bestehend. Mal zum Schmunzeln, mal zum Nachdenken, oft ein wenig zweideutig und mit tieferem Sinn. „Die Texte passen super zu meinen Fotos“, findet Dagmar Heitfeld. Generell verstehen und ergänzen sich die beiden Frauen auch auf künstlerischer Ebene, so dass weitere Projekte nicht ausgeschlossen sind. Erst einmal sind Gabriele Suhrborg und Dagmar Heitfeld nun aber neugierig, darauf, wie ihr kleines Fotobuch ankommt.