Klausenhof nimmt Flüchtlinge auf

Der Klausenhof wird in den nächsten zwei Wochen Notaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge sein. Mittwoch werden die Frauen und
Der Klausenhof wird in den nächsten zwei Wochen Notaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge sein. Mittwoch werden die Frauen und
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Akademie in Dingden wird für zwei Wochen eine von insgesamt 21 Notaufnahmen in NRW und Unterkunft für 114 Menschen.

Hamminkeln..  Die Akademie Klausenhof in Dingden wird in den kommenden zwei Wochen als Notaufnahmeeinrichtung des Landes eingesetzt und 114 Flüchtlingen Unterkunft bieten. Damit reagieren Land und Bezirksregierungen auf die täglich zunehmende Zahl von Menschen, die in Nordrhein-Westfalen Zuflucht suchen. Die Frauen und Männer sollen bereits im Laufe des Mittwochs in Dingden ankommen. Gegen Mittag erwarte man den ersten Bus, sagt Klausenhof-Sprecher Dr. Michael Sommer.

„Es war alles sehr kurzfristig“, so Sommer weiter. Erst am Montag sei über die Stadt der Kontakt mit der Bezirksregierung Düsseldorf zustande gekommen, die mit Anweisung des Innenministeriums bei den Kommunen in ganz NRW nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten gefragt habe. Die Verteilung der Menschen auf die einzenlnen Notunterkünfte läuft unterdessen unter der Ägide der Bezirksregierung Arnsberg (siehe Box).

Spendensammeln im Seminarraum

In Dingden bestehen die Möglichkeiten ohne weiteres. Dadurch, dass ein Seminar gerade zu Ende gegangen sei, habe man jetzt für zwei Wochen ausreichend Doppelzimmer frei, „außerdem ist es für uns ja auch nicht ungewöhnlich, große Gruppen unterzubringen“, sagt Michael Sommer. Die Betreuung der Menschen übernehmen maßgeblich Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes, während sich die Mitarbeiter des Klausenhofes im Wesentlichen um die Verpflegung kümmern.

In einem Seminarraum sammeln die Beschäftigten der Akademie sowie Kursteilnehmer außerdem bereits Spenden, um die Menschen, die oftmals nichts haben außer ihrer Kleidung, die sie tragen, mit allem Nötigen versorgen zu können. Zunächst gehe es für die Flüchtlinge darum, Ruhe zu finden.

„Ich finde das toll. Wir sind dankbar, dass wir das machen können“, sagt Michael Sommer, der sich in diesem Zusammenhang an das Jahr 1979 erinnert. Damals habe man in Dingden vietnamesische Flüchtlinge untergebracht, die mit dem Hospitalschiff „Cap Anamur“ nach Deutschland gebracht worden seien.

Die Bezirksregierung sprach der Akademie Dank aus. „Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Klausenhof in Hamminkeln einer weitere Möglichkeit haben, um den ankommenden Flüchtlingen übergangsweise eine menschenwürdige Umgebung anbieten können“, so Regierungspräsidentin Anne Lütkes. „Ich danke allen Beteiligten und Helfenden für ihr Engagement.“

Die Unterbringung der Flüchtlinge wird zentral von der Bezirksregierung Arnsberg organisiert. NRW-weit gibt es derzeit 21 Notunterkünfte.

Erst im Laufe des heutigen Tages werde sich herausstellen, welche Menschen in Dingden untergebracht werden, sagte der Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christian Chmel-Menges, gestern. Dann werde sich außerdem erweisen, ob im Klausenhof eine medizinische Versorgung nötig sei oder nicht.

Was mit den Menschen nach den zwei Wochen im Klausenhof geschieht, ob sie auf verschiedne Kommunen verteilt werden oder in einer weiteren Notunterkunft untergebracht werden müssen, das hänge von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom Status des Asylantrages.