Kita-Streit

Kita Stralsunder Straße. Faktisch ist dem Artikel zu diesem Thema hinzuzufügen: Der LVR beschließt die Verlängerung der Übernahme der Kosten für therapeutisches Personal bis Sommer 2016 aus zwei Gründen: 1. Die integrativen Gruppen sollen mehr Zeit bekommen, sich auf das neue Fördersystem einzustellen. 2. Die Ergebnisse des laufenden Monitoring-Prozesses sollen mit berücksichtigt werden.

Das heißt, die Therapien sollen nicht wie vom Träger behauptet, ausgegliedert werden, sondern sie sollen weiterhin in den Kitas stattfinden, bezahlt von den Krankenkassen. Der LVR sieht eine Umstellung der Kostenübernahme vor, nicht eine Ausgliederung in Praxen, die den Bedarf nicht auffangen können. Unser Träger ist laut einem Gespräch mit dem LVR nicht der einzige, der Umstellungsprobleme hat. Wir haben auch mit anderen kirchlichen Trägern gesprochen. Diese wollen die Übergangszeit aber nutzen, um bis Sommer 2016 den Kindern Therapien zu ermöglichen und die Ergebnisse des Monitorings abwarten. Eine Umstellung der Kitas als Ort der Leistungserbringung ist für alle Kitas bisher ein Problem. Die Übergangszeit ist aber eine Chance, Probleme in der Umstellung auf Krankenkassenbezahlung in den Kitas zu lösen.

Unser Träger geht den Problemen lieber aus dem Weg - auf Kosten der Kinder. Bis Sommer 2016 ist eine lange Zeit, in der Therapeuten vom LVR bezahlt werden würden. So heißt es nun für die betroffenen Eltern, 1,5 Jahre zu früh, Praxen und Therapieplätze suchen und die Therapien privat zu organisieren. Dass unsere Gemeinde die Therapien für das Kita-Jahr 2015/16 ausschlägt, ist der Vorwurf der gesamten Elternschaft.

Sonja Christ, Sandra Dittrich, Patrick Borchers