Kita bekommt ein schöneres Außengelände

Mit vielen Helfern geht alles schnell und leicht von der Hand, so auch der Anstrich einer Holzhütte im Außengelände des Kindergartens.
Mit vielen Helfern geht alles schnell und leicht von der Hand, so auch der Anstrich einer Holzhütte im Außengelände des Kindergartens.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Eltern, Kindergartenkinder und Geschwister pinselten, bauten und flochten an der Freudenbergstraße. Noch ist das Projekt nicht ganz fertig, doch es geht schnell voran.

Schermbeck..  „Das ging aber schnell“, waren sich alle Helfer des Aktionssamstags an der Kindertagesstätte St. Ludgerus einig: 35 Eltern und etwa 40 Jungen und Mädchen machten sich daran, die große Fläche längs der Freudenbergstraße in Form zu bringen. Noch vor den angekündigten Regengüssen war fast alles erledigt.

„Jetzt sind wir einen Schritt weiter“, meinte Kita-Leiterin Ursula Heinemann. Denn mit der Aktion knüpften die Beteiligten an den Bau der „Wassermatschanlage“ zu Beginn des Jahres an. Eine lange Aufgabenliste hatten sich die freiwilligen Gartenbauer vorgenommen, nur ein Punkt scheiterte. Den Bau einer Holzwerkstatt (finanziert aus einer Spende von 500 Euro durch die Gelsenwasser und das Projekt „Bildung von klein auf“), mussten sie verschieben. Das Material werde erst in der kommenden Woche geliefert, so Heinemann.

Dafür bekamen die beiden Holzhütten und Teile des Bauwagens einen neuen Anstrich. Mit leuchtendem Rot verschönerten einige Eltern die Wände. Der Sandkasten wurde mit neuem Sand befüllt, bereits zur Mittagszeit war der neue Weidentunnel geflochten.

Auch die Kinder, zwischen zwei und acht Jahre, einige ältere Geschwister waren dabei, halfen fleißig mit. Auf den Lehmbackofen werden das Erzieherteam und die Kinder künftig verzichten; der Ofen war beschädigt und wurde abgerissen. Das besondere Erlebnis des Feuers könnte den Kindern aber erhalten bleiben.

In vier Gruppen haben sich die Jungen und Mädchen überlegt, was ihnen in der Kita noch fehlt. „Was ist gut? Was ist nicht so gut?“: Diese Fragen sollten sie beantworten. Ein Schaukelbereich, ein Baumhaus und eine Feuerstelle sollen dazu kommen, waren die Ergebnisse. Demnächst sollen alle Kita-Kinder darüber abstimmen, was davon realisiert wird. Rund 5000 Euro, zuvor angespart, stehen dafür noch zur Verfügung. Wenn die Summe nicht reiche, „sollen die Kinder überlegen, wie sie an das zusätzliche Geld kommen“, erzählte Heinemann.

Für das Baumhaus werde der Betrag nicht ausreichen, vermutete sie. Sponsoren suchen oder neue Aktionen zu starten wären möglich.

Das Ziel: Noch vor den Sommerferien soll alles fertig sein. Bis dahin wird die Umgestaltung des Außengeländes rund 15 000 Euro gekostet haben. Die jetzt noch fehlenden Arbeiten wird eine Fachfirma erledigen.

Unabhängig davon ließ die katholische Kirchengemeinde als Träger der Kita vor kurzem einen Baum entfernen, der an der Ecke Heggenkamp/Freudenbergstraße stand. Der Baum war morsch und musste aus Sicherheitsgründen weichen.