Kinder drehen ihren eigenen Film

Batone, Rukaiah, Rezan, Kaan, David, Murat, die schlagkräftige Emilia und David Belau (von links) haben den Raub der Mona Lisa verfilmt.
Batone, Rukaiah, Rezan, Kaan, David, Murat, die schlagkräftige Emilia und David Belau (von links) haben den Raub der Mona Lisa verfilmt.
Foto: FUNKE Foto Services / Gerd Herma
Was wir bereits wissen
Freitag läuft die Premiere an der Grundschule am Quadenweg. In „Der Raub der Mona Lisa“ gibt es Verfolgungsjagden, Degenkämpfe, Karate und Turbulenzen.

Wesel..  Am Ende schlägt Emilia (8) mit Uropas Baguette zu: Sieben kleine Schauspieler haben an der Grundschule am Quadenweg einen spannenden Film gedreht, „Der Raub der Mona Lisa“. Schulsozialarbeiter David Belau hatte die Idee, ist Drehbuchautor, Regisseur und Kameramann in einem. Seit September arbeitet er mit seinen quirligen sieben Schauspielern zusammen.

Die Geschichte: Zwei Bösewichte – einer Kopf (David, 10) und einer Muskelmann (Murat, 11) – brechen aus dem Gefängnis aus. Sie wollen aus dem Keller von Bäckerin Emilia einen Tunnel zum Louvre graben und die Mona Lisa stehlen. Rukaiah (10), Polizeichefin von Paris, kämpft mit Kunst-Detektiv Kaan („ich bin zehneinhalb“), mit Museumschefin Batone (9) und Mongole Rezan (9) darum, dass das nicht gelingt.

Es gibt Verfolgungsjagden, Degenkämpfe, Karate und Turbulenzen. Die Kinder lieben die Geschichte und die Figuren, die sie verkörpern. So kann David, der dem Kunstdetektiv das Leben gerettet hat, nicht sprechen, „nur komisch brummeln“. Er ist einziger Überlebender eines Schiffes, auf dem alle an der Pest gestorben sind. Da hat er es verlernt.

Und Rezan spielt den kampfstarken Mongolen. „Ich kann eine Eisentür eintreten“, erzählt er stolz, „ich habe Fäuste aus Stahl“. Szene für Szene hat David Belau mit den Kleinen in der Schulbücherei gedreht, sogar ein Auto aus Pappe haben sie gemeinsam gebaut. Klassenlehrer, Betreuer des Offenen Ganztags und der Hausmeister haben ihnen geholfen.

Heute um 18 Uhr können die Kinder ihren Familien und Freunden den Film zeigen, der exakt 56 Minuten und 34 Sekunden dauert. Jedes Kind wird seine eigene DVD davon bekommen, die sie ihrer Klasse zeigen können. Außerdem gibt es heute für sie einen Oscar. „Der ist nicht aus richtigem Gold, bloß aus Pappe“, sagt Kaan bedauernd.

Achja, da ist die Sache mit dem stummen Muskelmann. Als Bäckerin Emilia ihm das Baguette überzieht, kann er zunächst wieder sprechen. Doch sie langt ein zweites Mal hin...